Zurück mit einer langen Wunschliste – die 17. Hochschultage Berufliche Bildung 2013

Zurück mit einer langen Wunschliste – die 17. Hochschultage Berufliche Bildung 2013

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Berufschulfamilie_klein„Die ham wir alle.“ Der Blick des älteren Herrn streift über die fünf farbenfrohen Ordner in Rot, Orange, Blau, Violett und Türkis. Schulleiter eines nordrhein-westfälischen Berufskollegs sei er, erklärt er uns, und sehr zufrieden mit den Raabe-Werken – „aber könnten Sie denn nicht auch etwas für den Lernfeldunterricht entwickeln?“

Das war nicht die einzige Rückmeldung dieser Art, die wir auf der kleinen, aber feinen Fachausstellung der 17. Hochschultage Berufliche Bildung 2013 in Essen bekommen haben. Die RAAbits Deutsch, Englisch, Politik, Religion & Werte und Wirtschaft für berufliche Schulen sind inzwischen vielen Lehrerinnen und Lehrern ein Begriff – und werden oft und gern im Unterricht eingesetzt. Aber in vielen Bereichen besteht noch großer Bedarf: Ob es nun um spezielle Unterrichtsmaterialien für einzelne Ausbildungsberufe, um Sprachförderung im Fachunterricht oder um Projekte für den Übergangsbereich geht – die Wunschliste der Lehrerinnen und Lehrer ist lang.

Doch nicht nur mit den Praktikern kamen wir ins Gespräch: Denn die Hochschultage Berufliche Bildung, die seit 1980 im Abstand von zwei Jahren an wechselnden Hochschulstandorten stattfinden, sind ein Treffpunkt für alle, die mit beruflicher Bildung zu tun haben. 1 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Unternehmen, aus Kammern und Innungen, aus Hochschulen und außeruniversitären Institutionen der Berufsbildungsforschung, aus dem beruflichen Schulwesen, aus Studienseminaren und auch aus der Politik wurden in Essen erwartet.

In diesem Jahr standen die Hochschultage unter dem Motto „Arbeit der Zukunft – Zukunft der Arbeit. Berufliche Bildung, Qualifikation und Fachkräftebedarf im Zeichen des demografischen Wandels“ – und damit ging es in gewissem Sinne auch um sie und ihre Zukunft: die Schülerinnen und Schüler einer BVJ-Klasse des Eduard-Spranger-Berufskollegs Gelsenkirchen, die uns Aussteller (und natürlich auch alle Besucher der Fachmesse) in ihrem „Café Übergang“ professionell mit Kaffee, selbstgebackenem Kuchen und pikant gefüllten türkischen Teigtaschen versorgten. Ein großes Dankeschön an die ganze Klasse – die runden, buttercremegefüllten Kokostörtchen waren zum Niederknien!

Mein Fazit: Es war sehr spannend, mit Akteuren aus ganz unterschiedlichen Bereichen – aus der Schulpraxis, aus der Bildungsforschung, aus den Kultusministerien – zu sprechen. Mein Eindruck ist, dass hier noch viel mehr Vernetzung und Know-how-Transfer stattfinden sollte – beispielsweise, was Kompetenzdiagnostik und, darauf aufbauend, die zielgerichtete Entwicklung von Fördermaterialien betrifft. Vielleicht ein Auftrag an uns Verlage?

 

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Valeska Spaetling
Valeska Spaetling
v.spaetling@raabe.de

war Redakteurin im RAABE Fachverlag für die Schule und betreute die Projekte „RAAbits Wirtschaft Berufliche Schulen“ und "RAAbits Realschule Sozialkunde/Politik".

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