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„Zeichne mir ein Schaf!“ – Zum 70. Todestag von Antoine de Saint-Exupéry

„Zeichne mir ein Schaf!“ – Zum 70. Todestag von Antoine de Saint-Exupéry

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© Wikimedia

Besitzen Sie auch noch alte Geldscheine aus der Zeit vor der Einführung des Euro? – Obwohl ich es mir damals als Studentin eigentlich nicht leisten konnte, habe ich dennoch einen Geldschein aufgehoben: einen 50-Francs-Schein.

Denn dieser war dem französischen Autor Antoine de Saint-Exupéry und seinem berühmten Werk „Le Petit Prince“ gewidmet und so liebevoll gestaltet, dass ich ihn unbedingt behalten wollte.

Auf dem Schein fanden sich Elemente aus dem „kleinen Prinzen“: auf der Vorderseite die Schlange, die einen Elefanten verschluckt hat, sowie auf Vorder- und Rückseite der kleine Prinz selbst.

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© JLB – COLLECTIONNEUR

Besonders reizvoll aber war es, das Schaf aus dem Roman (Stichwort: „Dessine-moi un mouton!“) zu entdecken: Es war als glänzender weißer Lack aufgetragen, sodass man es nur bei entsprechendem Lichteinfall vom weißen Untergrund unterscheiden konnte. (Beim Nachrecherchieren im Internet habe ich übrigens gelesen, dass es, von Sammlern nun sehr begehrte, Fehldrucke gab: Scheine, auf denen das Schaf an andere Stelle „gewandert“ war …)

Die Frist, den Schein noch in Euro umtauschen zu können, ist vor zwei Jahren endgültig abgelaufen. Und heute jährt sich bereits zum 70. Mal der Todestag von Antoine de Saint-Exupéry.

Am 31. Juli 1944 startete der Autor und Pilot im Zweiten Weltkrieg zu einem militärischen Aufklärungsflug, von dem er nicht mehr zurückkehrte. Warum? Das blieb viele Jahre ein ungelöstes Rätsel. Erst Anfang der 2000er Jahre wurden Teile des Flugzeugwracks in der Nähe der Île de Riou, im Meer südlich von Marseille, geborgen.

2008 bekannte Horst Rippert, früherer ZDF-Reporter und Bruder des Sängers Ivan Rebroff, dass wahrscheinlich er die Maschine des von ihm „sehr verehrten Autors“ (FAZ-Interview vom 17.03.2008) abgeschossen habe.

Horst Rippert selbst ist am 19. April 2013 verstorben, nur wenige Tage nach dem 70. Geburtstag des „kleinen Prinzen“, der am 6. April 1943 in New York auf Englisch und Französisch erschien und seinen Autor unsterblich machen sollte.

Anfang Juli hat nun übrigens auch ein Freizeitpark zum „kleinen Prinzen“ im elsässischen Ungersheim, in der Nähe des Écomusée eröffnet: le Parc du Petit Prince. Rund um den „kleinen Prinzen“ gibt es dort mehr als 30 Attraktionen, unter anderem zwei Fesselballons.

Antoine de Saint-Exupéry, RAAbits Französisch, Le Petit Prince, Der kleine PrinzUnd zuguterletzt noch unser Tipp für Französischlehrerinnen und -lehrer: Mit unserer RAAbits-Französisch-Unterrichtseinheit „Le Petit Prince et les couchers de soleil. Wortschatzarbeit zu den Themen „Empfindungen“ und „Naturerscheinungen“ (8. Klasse)“ regen Sie bereits Ihre Achtklässer dazu an, das französische Original zu lesen!

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Florence du Prel
Florence du Prel
f.duprel@raabe.de

war Redakteurin im RAABE Fachverlag für die Schule und betreute die Projekte "RAAbits Französisch" und "RAAbits Sozialkunde/Politik" (Gymnasium) des RAABE-Verlags.

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