Wie die Blitzlicht-Methode alle Schüler in den Unterricht einbindet

Wie die Blitzlicht-Methode alle Schüler in den Unterricht einbindet

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RAABE Unterrichtsmethode Religion Blitzlicht-MethodeAm nächsten Dienstag startet die diesjährige Bildungsmesse didacta in Stuttgart (zur RAABE-Vorschau bitte hier klicken). Dort werden wir sowohl neue und praxisgerechte Materialien unseres Fachverlags für Bildungsmanagement als auch von RAABE Schule präsentieren. Unter anderem demonstrieren wir Anwendungsbeispiele aus den RAAbits, welche optimal und aktueller denn je einsetzbar sind. Besonders für Unterricht mit Schülern, die verschiedene Leistungsniveaus aufweisen oder sich unterschiedlich beteiligen, bieten unsere neuen Methoden optimale Einsatzmöglichkeiten.

Unsere heute vorgestellte Methode unterstützt die Schüler dabei, Ergebnisse und eigene Erkenntnisse zu präsentieren und gezielt auszuwerten. Dabei bietet die Vorgehensweise signifikante Vorteile:

Mit der Blitzlicht-Methode lässt sich in kurzer Zeit eine Rückmeldung (z. B. zur vorangegangenen Unterrichtseinheit) einholen oder die aktuelle Stimmung der Klasse abfragen. Da die Schüler sich nur kurz und knapp äußern, indem sie vorgegebene Satzanfänge ergänzen, ist keine große Redeleistung erforderlich. So gelingt es, auch stillere Schüler zu einer Aussage zu bewegen.

Dafür starten Sie am besten so:

Geben Sie der Klasse drei Satzanfänge vor, die Sie an der Tafel notieren (z. B.: Die Unterrichtseinheit zum Thema XY fand ich …/Am besten gefallen hat mir …/Gestört hat mich jedoch, dass …). Reihum ergänzt nun jeder Schüler möglichst zügig die drei Satzanfänge und gibt damit kurze, wertende Statements ab. Vereinbaren Sie, dass die einzelnen Äußerungen während des Blitzlichts von den Mitschülern nicht kommentiert werden. Lassen Sie einen Gegenstand (z. B. einen Ball) wie einen Redestab weiterreichen. So stellen Sie sicher, dass immer klar ist, wer gerade an der Reihe ist. Im Anschluss kann eine kurze Zusammenfassung erfolgen und es können Wünsche für die kommende Arbeitsphase festgehalten werden.

Sie interessieren sich für eine Variante der Methode, das Material, welches zur Umsetzung benötigt wird, weiterführende Tipps oder die Dauer? Werfen Sie dazu gern einen Blick auf den gesamten Inhalt der RAAbits Methodenbox Religion, gern auch live vom 25. bis 29. März an unserem didacta-Stand in Halle 1, Stand C51!

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In der Unterrichtsmethoden-Reihe im Lehrer-Blog haben wir bereits folgende Inhalte vorgestellt:

Teil 1: Postkarten-Impulse (27.02.2014)
Teil 2: Reading Race (03.03.2014)
Teil 3: Bienenkorb (08.03.2014)
Teil 4: Rollenspiel (13.03.2014)
Teil 5: Steh auf! (17.03.2014)
Teil 6: Engelchen und Teufelchen (20.03.2014)

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Ingo Becker
Ingo Becker
ib@mindrockets.com

Journalist @mindrockets & Blogger des RAABE Lehrer-Blog @RaabeSchule [Google+ Profil]

2 Comments
  • Anker-Ideen für jeden Unterricht: Wie Schüler Informationen beschaffen | Lehrer-Blog
    Posted at 14:52h, 28 März

    […] Teil 5: Steh auf! (17.03.2014) Teil 6: Engelchen und Teufelchen (20.03.2014) Teil 7: Blitzlicht-Methode […]

  • Dipl.-Psych. Thorsten Kerbs
    Posted at 16:52h, 12 April

    Die Blitzlicht-Umfrage ist in der Erwachsenen-Fortbildung so beliebt, dass es nicht wundern muss, wenn sie eines Tages auch in der Arbeit mit Schülern zur Anwendung empfohlen wird. Ihren Zweck wird sie auch nicht verfehlen, fühlen sich Teilnehmer einer Gruppenveranstaltung, gleich welchen Alters, doch in der Regel besser, wenn sie befragt werden und sich mitteilen dürfen. Allerdings wohnt der Methode, so sie allein mit dieser Wohlfühlintention eingesetzt wird, eine feine manipulative Komponente inne. Der einzelne Lehrer muss für sich entscheiden, ob er so arbeiten möchte.

    In kommunikativer Hinsicht korrekter wären Einleitungssätze, die weniger suggestiv ausfallen als die vorgeschlagenen. Ein offener vorformuliertes Beispiel: „Ich fühle mich nun …“, „Als bedeutsam erscheint mir …“, „Gewünscht hätte ich mir …“

    Offene Formulierungen drücken aus, dass die jungen Leute bei dieser Runde nicht nur in eine vorgefertigte Rolle zu schlüpfen haben und von ihnen konforme Antworten erwartet werden. Was auch immer von ihnen kommt, es ist willkommen und wird verwertet. – Das wäre dann Pädagogik im eigentlichen Wortsinne.

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