Unverhofft kommt oft – ein Vertretungskonzept für Ihre Schule

Unverhofft kommt oft – ein Vertretungskonzept für Ihre Schule

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Vertretungsstunden sind in vielerlei Hinsicht nicht das Lieblingsthema von Lehrkräften und Schulleitungen. Das ist verständlich, denn wenn ein Kollege ausfällt, heißt das, dass die anderen sein Stundenpensum „auffangen“ und den Schülern irgendwie einen adäquaten Unterricht bieten müssen.

Unverhofft kommt oft

© thinkstock/iStockphoto

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Meist beginnt der Stress damit, dass niemand auf Vertretung vorbereitet ist, wenn im Büro der Anruf mit einer Krankheitsmitteilung eingeht – und dabei kann man schon froh sein, wenn es nur einen Krankheitsfall gibt. Nun beginnt die hektische Suche nach einer Vertretung, oft endet sie damit, dass der Stundenplaner selbst die Stunden übernimmt.

In einem großen System vergeht nahezu kein Tag ohne Vertretung. Wenn die Regeln dann nicht eindeutig sind, führt das zu

  •  besonderer Belastung der Schulleitung und der Kollegen durch kurzfristige Vertretungen und
  • einem Qualitätsverlust der Vertretungsstunden, sie werden beliebig und den Schülern fehlt der Lernzuwachs.

Ein klares Vertretungskonzept verhindert keine Krankheitsfälle, hilft aber allen Kollegen, Belastungen durch Vertretungen möglichst gering zu halten. In einem Vertretungskonzept sollten zum einen grundsätzliche Regeln festgehalten sein: Bis wann meldet sich eine Lehrkraft krank? Wann wird der Vertretungsplan erstellt und wann können die Kolleginnen und Kollegen ihn einsehen? Wird er ins Intranet gestellt, so dass er auch abends von zu Hause aus eingesehen werden kann?

Zum anderen sollten klare Regelungen für die unterschiedlichen Vertretungsfälle gemeinsam erarbeitet und festgehalten werden. Was passiert bei …

  • langfristigem Ausfall einer Lehrkraft ohne externe „Feuerwehrkraft“?
  • kurzfristigem Ausfall einer Lehrkraft?
  • Erkrankung mehrerer Lehrkräfte?
  • Tagesfahrten, Klassenfahrten, Projekten, Betriebspraktika?

Wenn die Vertretung dann geregelt ist, bleibt noch immer das Problem, dass sie die Klasse vielleicht gar nicht kennt, um lange Einarbeitungszeit zu sparen und den Schülern schnellstmöglich einen qualitativ guten Unterricht zu bieten, sollte ein Vertretungsordner für jede Klasse bereit stehen. Dieser enthält Unterrichtsmaterialien, aber auch eine Übersicht über die Besonderheiten der Klasse.

Ein Beispiel aus der Praxis

Hier lesen Sie, wie eine Oberschule in Niedersachsen ihr Vertretungskonzept erarbeitet hat und welche Regelungen für die unterschiedlichen Vertetungsanläße getroffen wurden

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Julia Bischoff
Julia Bischoff
j.bischoff@raabe.de

… war als Produktmanagerin im RAABE Fachverlag für Bildungsmanagement an der Entwicklung neuer Angebote beteiligt und betreute das Projekt „Starke Lehrer – Starke Schule“.

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