Tektonik, Magma, Eruptionen: Wie sich Vulkanismus auf das Klima auswirkt

Vulkanismus Vulkanausbruch Klima

Tektonik, Magma, Eruptionen: Wie sich Vulkanismus auf das Klima auswirkt

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Vulkanismus Vulkanausbruch KlimaDas angeblich schlechte Wetter im Sommer ist oft ein beliebtes Gesprächsthema, wenn diese Jahreszeit wieder ansteht. Es gibt wohl niemanden, der sich noch nicht an solchen Diskussionen beteiligt hat. Alle heutigen Klagen stehen aber in keinerlei Verhältnis zu dem, was die Menschen im Sommer 1816 erlebt hatten. In Nordamerika schneite es im Juli und August, Nachtfröste herrschten vor. In Mitteleuropa waren wie in vielen anderen Teilen der Welt starke Unwetter und Überschwemmungen an der Tagesordnung. Missernten zogen Hungersnöte und Auswanderungswellen aus den betroffenen Regionen nach sich.

Auslöser dieser Katastrophe war ein Ereignis im weit entfernten Indonesien, das sich im April 1815 ereignete. Der Tambora, ein sogenannter „Supervulkan“, gelegen auf der Insel Sumbawa östlich der Insel Java war ausgebrochen. Supervulkane sind oft als solche auf den ersten Blick nicht sofort zu erkennen. Der Yellowstone Nationalpark im Westen der USA zählt auch dazu. Sein Areal ist von Seen und Flüssen, Wiesen und Wäldern bedeckt, aber auch von heißen Quellen und sprudelnden Geysiren. In nur geringer Tiefe unter der Erde findet sich dort eine riesige Magmakammer. Erst kürzlich entdeckten Geologen darunter ein zweites noch viel größeres Reservoir.

Die Eruption Tambora war so heftig und langandauernd, dass das ausgestoßene Material auch die höheren Schichten der Atmosphäre erreichte. Schwefelpartikel lenkten das einstrahlende Sonnenlicht wieder in den Weltraum zurück. Die Temperaturen sanken weltweit um ca. 1° C.

Vulkanausbruch mit schwerwiegenden Folgen

Aktuell zeigt der Ausbruch des Vulkans Calbuco im Süden Chiles, dass auch „normale“ Vulkane für den Menschen ein großes Gefahrenpotenzial darstellen. Anwohner mussten die Region um den Vulkan verlassen. Eine dicke Ascheschicht bedeckt die Gegend, von den Flanken des Calbuco ergießen sich Ströme von Schlamm und Schutt.

Ein Vulkanausbruch also mit schwerwiegenden Folgen. Grund genug sich näher mit dem Phänomen „Vulkanismus“ zu beschäftigen. In der aktuellen Ergänzungslieferung von RAAbits Geographie dreht sich ein Beitrag um den Vulkanismus von Hawaii. Der Mauna Loa dort zählt zwar nicht zu den Supervulkanen, ist aber mit seinen 4139 m der höchste Berg der Welt, da er 5000 m vom Meeresgrund aufragt.

Wer nicht warten will: Das Thema „Vulkanismus“ behandeln auch die Beiträge

Das Wetter im Sommer ist so gesehen in heutiger Zeit in Mitteleuropa also viel besser als wir es oft empfinden.

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Carsten Freund
Carsten Freund
c.freund@raabe.de

… arbeitet in den Redaktionen „RAAbits Geographie“ und „RAAbits Realschule Erdkunde“ im RAABE Fachverlag für die Schule mit und betreut Abdruckrechte-Anfragen des gesamten RAABE-Verlags.

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