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Großbritannien hat mithilfe eines Referendums den sogenannten „Brexit“ beschlossen, Schottland will durch ein Referendum in der Europäischen Union bleiben und für die Schweiz gehören Volksabstimmungen zum politischen Alltag. In diesen und anderen Ländern sind Volksabstimmungen ein legales Mittel ihrer Demokratie. In Deutschland nicht. Zumindest nicht auf Bundesebene. Hier sind Volksentscheide nur bei einer Neugliederung der Bundesländer und im Fall einer neuen Verfassung möglich. Auf Länder- und Kommunalebene besteht die Möglichkeit, die Bürger über bestimmte Themen entscheiden zu lassen. Warum ist das so? Warum gibt es in der Bundesrepublik nicht die Möglichkeit, ein Bundes-Referendum durchzuführen? Wer hat darüber entschieden? Um letzteres herauszufinden, habe ich mich ein wenig umgeschaut und bin auf einen Ort gestoßen, an dem man alles über die Anfänge der Bundesrepublik erfahren kann. Und über einen Mann, der maßgeblich daran beteiligt war, dass Volksentscheide nur bedingt in unser Grundgesetz aufgenommen wurden: Theodor Heuss (1884-1963), unseren ersten Bundespräsidenten.

Theodor Heuss im Parlamentarischen Rat

Im Kaiserreich geboren, hatte Heuss die dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte miterlebt. Direkte Demokratie, zum Beispiel bei der Wahl des Reichpräsidenten, war für Heuss mitverantwortlich für das Scheitern der Weimarer Republik und den Weg in den Nationalsozialismus. Daher wurde er im Parlamentarischen Rat zum Gegner der Befürworter der direkten Demokratie. Für „kleinräumige Demokratien“, wie die Schweiz, ließ er sie jedoch gelten. [caption id="attachment_13327" align="aligncenter" width="500"]Wanderausstellung Theodor Heuss Parlamentarischer Rat Wanderausstellung "Demokratie als Lebensform" mit Original-Zeitungsartikel von 1948[/caption]

[caption id="attachment_10861" align="alignright" width="245"] Marco Felber und Martin Kuchler[/caption] „Ich schreib` hier eigentlich nur die Zettel“ Schon als ich mich mit dem Küchenchef der „Lilie“ im Hause Klett zum Interviewtermin verabrede, merke ich, dass er Humor hat. Ich freue mich auf das Gespräch und bin gespannt,...

[caption id="attachment_9307" align="alignright" width="250"]Sexuelle Bildung an Schulen vermitteln. Foto: Colourbox.de Sexuelle Bildung an Schulen vermitteln. Foto: Colourbox.de[/caption] Es gibt wohl kaum ein Thema im schulischen Fächerkanon, das anhaltend so kontrovers diskutiert wird wie die Sexualerziehung. Ein zentraler Streitpunkt war stets das Verhältnis von elterlichem Erziehungsrecht und dem Erziehungs- und Bildungsauftrags des Staates. Diese Debatte begleitete den Beschluss der Kultusministerkonferenz von 1968 über die „Empfehlungen zur Sexualerziehung in Schulen“, prägte die gerichtlichen Auseinandersetzungen, die im Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Sexualkundeunterricht aus dem Jahr 1977 mündeten, und sie ist auch heute noch aktuell, wie zuletzt die Diskussion um den neuen baden-württembergischen Bildungsplan zeigte.

In der Sexualerziehung für Schülerinnen und Schüler wichtig: Information statt Ideologie

Aus Sicht der Schülerinnen und Schüler gehen diese ideologischen Kämpfe am Kern des Problems vorbei. Jugendliche brauchen verlässliche und gute sexuelle Bildung – und die Schule ist und bleibt der wichtigste Ort der Wissensvermittlung in diesen Fragen.

Wie gelingt lernen? Was macht guten Unterricht aus? Wie muss die Beziehung von Lehrkraft und Schülern sein, damit Kinder und Jugendliche erfolgreich lernen können? [caption id="attachment_8545" align="alignleft" width="275"] © Alexandr Mitiuc / fotolia.de[/caption] Maximale Lerneffekte im Unterricht Für den Hirnforscher Prof. Gerhard Roth liegt die Antwort auf diese...

[caption id="attachment_7677" align="alignleft" width="500"] Foto: Verena Hasse[/caption] Nach einem langen didacta-Messetag einfach noch schnell etwas Gutes - in Stuttgart - essen – so oder vermutlich ähnlich hat wohl Komponist Johann Philipp Förtsch aus Baden-Württembergs nördlichster Stadt Wertheim gedacht, als er 1690 sein Singspiel "Der irrende Ritter D(on)...

Die didacta 2014 Bildungsmesse findet in den nächsten Tagen in Stuttgart statt - für uns ein guter Grund, in der RAABE-Redaktion die besten, aktuellen Tipps für Ausstellungen, Einrichtungen und Sehenswürdigkeiten in der Stadt nach und neben den Messetagen zusammenzustellen. Dabei haben wir nicht nur Empfehlungen direkt nach einem...

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