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Von Genen, Genervtsein und Glück – zum Tag der Familie

Familie bedeutet behütet sein

Von Genen, Genervtsein und Glück – zum Tag der Familie

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Großes Genervtsein oder großes Glück?Kinder sind wunderbar, oder einfach nur unglaublich stressig

Meine Nachbarn haben vier Kinder. Während ich auf der Terrasse sitze und versuche Zeitung zu lesen, wird im Garten nebenan gebolzt, geflucht und gebrüllt. Und wenn dann noch die Mutter entnervt dazwischenfährt, frage ich mich: Ist Familie zu haben, tatsächlich ein so großes Glück?

Ich würde das bejahen. Vielleicht aber nur, weil es mit den Jahren auf unserer Seite des Zaunes sehr ruhig geworden ist. Vielleicht auch, weil man als Eltern die schlaflosen Nächte, die Tobsuchtsanfälle im Supermarkt und die endlosen Diskussionen um Ausgehzeiten und Nabelpiercings ziemlich schnell vergisst.

 

Was bedeutet Familie für Sie?

Eher Arbeit, Anstrengung, Ärger? Oder Gemeinschaft, Geborgenheit und Glück? Die Antworten in Umfragen fallen unterschiedlich aus. Einig ist sich die Mehrheit der Deutschen (immerhin drei Viertel) aber, dass Familie ganz oben rangiert auf der Liste „Was mir im Leben am wichtigsten ist“. Und: Immer mehr Kinder und Jugendliche wünschen sich Familie. Fragen Sie doch mal Ihre Schüler. Oder sich selbst.

Friede, FKuscheln muss sein. Familie hat immer auch etwas mit Nähe zu tun.reude, Familie?

Also alles Friede, Freude, Familie?  Naja, auch hier prallen – wie so oft – die Wünsche des Einzelnen und die gesellschaftliche Wirklichkeit aufeinander.

Noch immer ringt unsere Gesellschaft um die Akzeptanz all der Familienformen, die anders sind als das klassische Vater-Mutter-Kind-Modell. Das dominiert zwar nach wie vor, aber auch ein Blick in die Klassenzimmer wird bestätigen: Familie im 21. Jahrhundert, das sind auch immer häufiger alleinerziehende Eltern, Patchwork- oder Regenbogenfamilien und mehr.

Auch von einer „sozialen (Familien-)Gerechtigkeit“ sind wir noch weit entfernt. Jedes fünfte Kind in Deutschland ist arm oder von Armut bedroht, das gilt insbesondere für Familien von Alleinerziehenden. Kinder, die ohne Frühstück in die Schule kommen, das haben Sie vielleicht auch schon erlebt.

Und schließlich gibt es auch in Sachen „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ einiges zu tun. Verlässliche Kinderbetreuung und flexiblere Arbeitszeiten sind hier die Schlagworte, die auch viele Lehrkräfte, insbesondere die weiblichen, umtreiben.

Wozu ein Tag der Familie?

Familienfreundliche Lebens- und Arbeitsbedingungen zu schaffen, dazu ermahnt der Internationale Tag der Familie am 15. Mai. Er wurde 1993 von den Vereinten Nationen  ins Leben gerufen und bringt ins Bewusstsein, dass Familien als grundlegende Einheit der Gesellschaft besonders zu schützen und zu unterstützen sind. Eine Aufgabe, die auch heute nichts an ihrer Relevanz verloren hat.

Familie – auch ein Thema für den Unterricht?

Unbedingt! Leben in einer Patchworkfamilie, Geschwisterzwist oder Familie im Wandel der Zeit – das sind Themen, die Sie in verschiedenen Fächern und Klassen aufgreifen können. Hier finden Sie Tipps zu passenden Unterrichtsmaterialien: „Familiäre“ Unterrichtsideen

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Heidrun Fischer-Hamann
Heidrun Fischer-Hamann
h.fischer-hamann@raabe.de
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