Themen
Lehrer-Blog Archiv

Ist das Glück berechenbar? – Outdoor-Mathe im Sommer

Vierblättriges Kleeblatt

Ist das Glück berechenbar? – Outdoor-Mathe im Sommer

Posting teilen:

„Hallo liebe 7a, jetzt machen wir Mathe!“, sorgt bei Ihren Schülern nicht für Begeisterung? – und wenn Sie ehrlich sind, bei Ihnen auch nicht. Es sind im Klassenzimmer stickige 25°C und draußen scheint die Sonne, im Schatten weht der kühle Wind. Also, starten Sie den Unterricht morgen einfach so: „Hallo liebe 7a, jetzt gehen wir nach draußen!“. Ohne Diskussionen einfach mal praktisches Outdoor-Mathe für zwischendurch.

Damit jetzt Sie die Sonne nicht verpassen, nimmt Ihnen die Mathematik-Redaktion die Vorbereitung für eine Doppelstunde Mathe: Ideen und Anregungen hier für Sie!

Das Glück berechnen: Statistik und Schätzen

Ihre Schüler lernen:

  • Schätzmethoden praktisch anwenden (alle Klassen)
  • Verhältnisse bilden und interpretieren (ab Klasse 7)
  • Verteilungen bestimmen und visuell darstellen (ab Klasse 9)

Eine Fermi-Aufgabe:

  • Glaubt ihr, dass man das Glück berechnen kann? Wie viele 4-blättrige Kleeblätter verstecken sich auf der Wiese? (Klasse 5/6)
  • Ist es Zufall oder sehr wahrscheinlich eine Pusteblume zu finden? Bestimmt das Verhältnis von Knospen, zu Blüten zu Samen des Löwenzahns (Klasse 7/8).
  • Alles ist durcheinander! Verteilung der verschiedenen Pflanzenarten auf einer Wiese (Klasse 9/10 und Oberstufe).
Vierblättriges Kleeblatt

© colourbox.com

Material:

  • 1 Wiese
  • 1 Knäuel reißfeste Schnur
  • 1 Schere
  • 1 Block & Stift je Gruppe oder Smartphone
  • Zollstock

So geht’s

Auf dem Weg ins Freie: Stellen Sie die Aufgabe schon in der Klasse und bilden Sie 3er bis 5er Gruppen. Auf dem Weg zur Wiese entwickeln die Schüler eine Strategie möglichst genau die Anzahl der Pflanzen zu schätzen. Schnell auf dem Block dokumentiert oder ins Smartphone eingetippt, ist auch gleich alles protokolliert (z. B mit der App „Notizen“ oder „Google Notes“).

Auf der Wiese: Angekommen im neuen Umfeld erzählt jede Gruppe ihre Idee. Klingt die Idee plausibel kann die Gruppe starten, geben Sie ansonsten spontan ein paar Tipps. Hat die Lerngruppe keine Ideen, dann hilft sicher dieser Bild-Impuls zur Raster-Methode weiter:

Ergebnissicherung: Dokumentiert wird auf einem Block, oder mit dem Smartphone. Besonders motivierend ist es, ein kleines Video zu drehen, in dem die Gruppe ihre Idee erklärt und das Ergebnis erzählt – in der Folgestunde werden die Ergebnisvideos gemeinsam angeschaut.

Später im Klassenzimmer: Die Ergebnisse können Sie hier aufgreifen und diskutieren, warum es weder genau ein Ergebnis gibt, noch das eine richtige Ergebnis. Denn als Fermi-Aufgabe wird niemand nachzählen, ob es nun 100 oder 140 4-blättrige Kleeblätter auf der Wiese gab.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Schülern viel Spaß beim Unterricht im Freien!

Posting teilen:
Stephanie Schöning
Stephanie Schöning
s.schoening@raabe.de

… betreut bei die Redaktion Naturwissenschaften.

1 Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Akzeptieren und Weiter
Diese Webseite verwendet Cookies. In unserer Datenschutzbestimmung können Sie Details über die Einstellungen der Anbieter erfahren und wie Sie Ihre Cookie-Einstellungen jederzeit ändern können. Durch den Besuch der Website akzeptieren Sie die Nutzung von Cookies.