Nepal − Erdbeben erschüttern das Dach der Welt

Durbar-Platz Tempelstadt Bhaktapur Kathmandu

Nepal − Erdbeben erschüttern das Dach der Welt

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Durbar-Platz Tempelstadt Bhaktapur Kathmandu

Den Durbar-Platz in der Tempelstadt Bhaktapur in Kathmandu gibt es nicht mehr. Foto: Thinkstockphotos/iStockphoto

Fünf Minuten vor 12 Uhr mittags ist die Welt in Nepals Hauptstadt Kathmandu noch in Ordnung. Geschäftiges Treiben herrscht auf den Straßen. Einheimische hasten durch die engen Gassen. Touristen bestaunen den neunstöckigen Dharahara-Turm sowie die prachtvollen Tempelanlagen, Weltkulturerbe wie auch der Tempelturm. Dann bebt um 12:56 Uhr die Erde.

Über 4400 Menschen verlieren ihr Leben. Tausende sind verletzt oder obdachlos. Von den oft jahrhundertealten Ziegelbauten ist nur ein Haufen Schutt geblieben. Die Weltkulturerbestätten gibt es nicht mehr. Am Mount Everest gehen einige Lawinen ab und töten zahlreiche Bergsteiger aus aller Welt.

In Nepal ist eine erdbebensichere Bauweise der Gebäude so gut wie unbekannt. So konnte das Erdbeben mit der Stärke 7,8 auf der Richter-Skala so große Zerstörungen anrichten. Dabei treten Erdbeben in Nepal nicht überraschend auf. Das Land befindet sich in einer der tektonisch aktivsten Regionen der Erde. Hier schiebt sich die Indische unter die Eurasische Platte. Die vom Erdbeben betroffene Region liegt genau auf der Plattengrenze der beiden großen Platten. Immer wieder verhaken sich die Platten. Es baut sich Druck auf, der sich in größeren Zeitabständen in Erdbeben entlädt.

Sicher haben auch Ihre Schülerinnen und Schüler Fragen zu den Ursachen von Erdbeben. Gehen Sie dem Phänomen „Erdbeben“ weiter auf den Grund, mit folgenden Beiträgen:

Die Zerstörungen in der Erdbebenregion sind immens. Es wird Jahre dauern, bis die Häuser wieder aufgebaut sind und die Infrastruktur in der Region wieder funktioniert. Und dann? Die wichtigste Einnahmequelle des Landes – der Tourismus – hat ein wichtiges Standbein verloren. Neben den Gipfeln des Himalayas standen die historischen Bauten der buddhistischen Kultur der Einwohner Nepals bei den Touristen hoch im Kurs. Diese sind nun weitgehend zerstört.

Es wird noch viele viele Jahre dauern, bis Kathmandu, die Hauptstadt Nepals, wieder aufgebaut sein wird und wieder so ähnlich aussehen wird wie früher.

 

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Carsten Freund
Carsten Freund
c.freund@raabe.de

… arbeitet in den Redaktionen „RAAbits Geographie“ und „RAAbits Realschule Erdkunde“ im RAABE Fachverlag für die Schule mit und betreut Abdruckrechte-Anfragen des gesamten RAABE-Verlags.

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