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Meteor, Meteoroid oder doch Meteorit – was ist der springende Punkt?

Meteor, Meteoroid oder doch Meteorit – was ist der springende Punkt?

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Beim Blick in den sommerlichen Nachthimmel ergibt sich immer wieder eine Frage: Wo liegen denn die Unterschiede zwischen Meteor, Meteoroid und Meteorit – außer der offensichtlich unterschiedlichen Rechtschreibung?

Diese Frage kann man folgendermaßen beantworten: Es kommt auf die Position des (kleinen) kosmischen Objektes an!

  • Das kosmische Objekt, das sich nichtsahnend irgendwo im All, auf jeden Fall außerhalb der Erdatmosphäre, befindet, nennt man Meteoroid.
  • Hat dieser nicht aufgepasst und dringt in die Erdatmosphäre ein, so kommt es zu Leuchterscheinungen, die als Sternschnuppe oder besser als Meteor bezeichnet werden.
Meteor über Sardinien

© Migebuff CC BY-SA 4.0

  • Ist das kosmische Objekt widerstandsfähig genug und kommt sogar auf der Oberfläche der Erde an, so spricht man von einem Meteoriten. Häufig weisen diese eine schwarze Schmelzkruste auf, die durch das Passieren der Erdatmosphäre entsteht.
Zwei Bruchstücke des Tscheljabinsk Meteorits

© Didier Descouens CC BY-SA 4.0

Den „Lebenszyklus“ eines solchen kleinen kosmischen Objektes kann man also mit folgendem Schaubild verdeutlichen:

Woraus bestehen eigentlich diese kleinen kosmischen Objekte, die Meteoriden, und wie groß sind sie?

Als kleines kosmisches Objekt gilt alles, was zwischen 10µm und 1m Durchmesser aufweist. Sie bestehen aus Stein, Eisen oder einer Mischung aus beidem. Meteoriden grenzen sich damit von den weitaus größeren Asteroiden ab, von denen man spricht, wenn ein kosmisches Objekt größer als ein Meter ist. Wenn diese dann (als Meteoriten) auf der Oberfläche landen, sind das durchaus prägende Ereignisse, wie zum Beispiel am Barringer Krater zu sehen ist:

Der Barringer Krater in Arizona

Für ein solches Naturspektakel muss nicht einmal der weite Weg bis nach Arizona auf sich genommen werden, auch hier in Deutschland lassen sich Krater bewundern: Der Geopark Ries bietet viele Möglichkeiten für Schüler, die Entstehung eines Meteoritenkraters als außerschulischen Lernort „erlebbar“ zu machen.

Und nachdem die Unterschiede nun erklärt sind, werfen wir doch noch einen Blick auf die Meteore: Wenn Sie mit Ihren Schülern etwas Außergewöhnliches machen wollen, dann können Sie sich in der Zeit von Juli bis August auf die Perseiden freuen (am besten ist die Nacht vom 12. auf den 13. August). Um sich bestmöglich auf den Sternschuppenregen vorzubereiten, finden Sie hier Materialien: Tauchen Sie mit Ihren Schülern ein in die Sternenwelt und bauen Sie gemeinsam Teleskope zur perfekten Beobachtung. Wen der Nachthimmel weiter faszieniert, findet hier geeignete Inspiration, um auch den Mond in den Unterricht zu holen.

Für eine bessere Orientierung auf dem Nachthimmel, eignet sich zum Beispiel auch die kostenfreie App „SkyMap“ für Android. So wird das Smartphone zu einem Kompendium des Firmaments, den man sich gerade anschaut. Ihre Schülerinnen und Schüler werden den Sternenhimmel nach diesem Ereignis mit ganz anderen Augen betrachten.

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Steffen Gagelmann
s.gagelmann@raabe.de

... ist Redakteur im Bereich Naturwissenschaften.

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