Medien machen Schule

Medien machen Schule

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Um das Thema kommt niemand herum, der beruflich oder privat mit Kindern oder Jugendlichen zu tun hat: Begriffe wie Mediennutzung und Medienkompetenz sind zu Schlagwörtern der Bildungslandschaft geworden. Medien, egal ob digital oder analog, sind aus dem Schulalltag nicht wegzudenken, weder als Inhalt noch als Vermittlungsform. Schließlich möchten die meisten Lehrkräfte ja nicht hinten anstehen, wenn ihre Schüler als Digital Natives fast ausschließlich über soziale Netzwerke wie Facebook, Whatsapp und Twitter kommunizieren, Smartphonefotos bei Instagram hochladen und Blogeinträge und interessante Links auf ihrem tumblr sammeln. So gewinnen digitale Medien auch in der Lehrerausbildung immer mehr an Bedeutung, etwa in Form von Lernplattformen oder Onlinespeichersystemen zum schnellen und unkomplizierten Austausch von Unterrichtsmaterialien, wie auf einer Tagung der Justus-Liebig-Universität Gießen zum Thema E-Learning deutlich wurde.

Schüler nutzen ihre Laptops nicht nur für Hausaufgaben, sondern vor allem für Soziale Netzwerke.

Schüler nutzen ihre Laptops nicht nur für Hausaufgaben, sondern vor allem für Soziale Netzwerke.

Neben den positiven Nebeneffekten der Mediennutzung werden allerdings immer auch die Schattenseiten angeprangert: Laut einer aktuellen Studie zur Medienkompetenz der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften / Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest wird es problematisch, sobald Jugendliche in ihrer Freizeit mehr als 20 Stunden in der Woche surfen und gamen. Als Präventivmaßnahme soll die sogenannte 3-6-9-12-Regel helfen: Kinder unter drei Jahren sollten nicht vor dem Bildschirm sitzen, keine eigene Spielkonsole vor dem 6. Geburtstag besitzen, das Internet nicht unter neun Jahren nutzen und erst ab 12 Jahren unbeaufsichtigt surfen. Wie umsetzbar eine solche Vorgabe ist, wäre sicherlich zu diskutieren. Denn Eltern und Lehrer balancieren hier zwischen dem Bedürfnis nach der Sicherheit ihrer Kinder und Schüler und der Freiheit, die man ihnen geben sollte, damit sie sich in Eigenverantwortung mit den Medien auseinandersetzen können.

Egal wie man sich entscheidet: Das Thema Medien und Schule besitzt viele Facetten. Einige davon, wie beispielsweise das Thema Cybermobbing und den Einfluss digitaler Medien auf Prüfungen, stellt Ihnen der Raabe Verlag in den kommenden Wochen vor.

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Michaela Tietz
Michaela Tietz
m.tietz@raabe.de
1 Comment
  • Tobias Dietzsch
    Posted at 09:09h, 06 Juni

    Das war mal ein Appetitanreger. Wie geht’s weiter! Bin gespannt.

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