Let’s talk about sex

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Sexuelle Bildung an Schulen vermitteln. Foto: Colourbox.de

Sexuelle Bildung an Schulen vermitteln. Foto: Colourbox.de

Es gibt wohl kaum ein Thema im schulischen Fächerkanon, das anhaltend so kontrovers diskutiert wird wie die Sexualerziehung. Ein zentraler Streitpunkt war stets das Verhältnis von elterlichem Erziehungsrecht und dem Erziehungs- und Bildungsauftrags des Staates. Diese Debatte begleitete den Beschluss der Kultusministerkonferenz von 1968 über die „Empfehlungen zur Sexualerziehung in Schulen“, prägte die gerichtlichen Auseinandersetzungen, die im Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Sexualkundeunterricht aus dem Jahr 1977 mündeten, und sie ist auch heute noch aktuell, wie zuletzt die Diskussion um den neuen baden-württembergischen Bildungsplan zeigte.

In der Sexualerziehung für Schülerinnen und Schüler wichtig: Information statt Ideologie

Aus Sicht der Schülerinnen und Schüler gehen diese ideologischen Kämpfe am Kern des Problems vorbei. Jugendliche brauchen verlässliche und gute sexuelle Bildung – und die Schule ist und bleibt der wichtigste Ort der Wissensvermittlung in diesen Fragen. Besonders für Jugendliche, die sich ihren Eltern nicht anvertrauen können, sind Lehrerinnen und Lehrer wichtige Ansprechpartner. Das zeigt die repräsentative Befragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zum Thema „Jugendsexualität“, die zuletzt 2010 veröffentlicht wurde. Über 40 Prozent der Jungen und mehr als 35 Prozent der Mädchen zählen ihre Lehrerin oder ihren Lehrer zu den wichtigsten Personen bei der Aufklärung über sexuelle Dinge.

 Methoden für eine moderne Sexualpädagogik

Lehrerinnen und Lehrer benötigen viel Einfühlungsvermögen, um die Fragen der Jugendlichen entspannt aufzugreifen, ohne dabei banalisierend oder brüskierend zu sein. Die Frage, wie sexuelle Bildung an Schulen vermittelt werden kann, greift die Raabe Akademie in einer Fortbildung mit der Schweizer Sexualpädagogin Karin Stierlin auf. Die Fortbildung bietet Lehrerinnen und Lehrer wertvolle Impulse für die Sexualerziehung mit Jugendlichen zwischen 10 und 15 Jahren.

Inhaltlich richtet sich das Programm an die Vermittlung von grundlegenden sexualpädagogischen Themen wie

  • die körperliche Aufklärung,
  • altersspezifische Veränderungen und Entwicklung einer selbstbestimmten Sexualität,
  • Informationen über Verhütungsmittel und der richtige Umgang mit Kondomen,
  • Prävention von HIV/AIDS und weiteren sexuell übertragbaren Infektionen (STIs).

Die Termine für die nächsten Seminare stehen schon fest:

  • 21.11.2014 in Stuttgart (9:00 – 17:00 Uhr)
  • 13.02.2015 in Dortmund (9:00 – 17:00 Uhr)

Eine Anmeldung ist ab sofort möglich. Weitere Informationen finden Sie unter sp.raabe.de.

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Anne-Kathrin Schmid
Anne-Kathrin Schmid
a.schmid@raabe.de

organisierte Veranstaltungen für die RAABE Akademie.

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