Kriminalliteratur im Unterricht? – Mit Friedrich Schiller und Ferdinand von Schirach in die Welt des Verbrechens

Kriminalliteratur im Unterricht? – Mit Friedrich Schiller und Ferdinand von Schirach in die Welt des Verbrechens

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Die Faszination des Verbrechens

Die Darstellung von Verbrechen zieht uns immer wieder in ihren Bann: Die große Krimi-Abteilung in der Buchhandlung und zahlreiche Fernsehserien zeugen davon. Meist geht es dabei um Unterhaltung und um ein wohliges Gruseln: Im gemütlichen Lese- oder Fernsehsessel werfen wir gern einen Blick auf die Schattenseite des Lebens – denn zu Verbrechern werden ja immer nur die anderen.

Manchen Autoren von Verbrechensliteratur geht es aber um mehr als Unterhaltung: Sie wollen ihre Leser gerade nicht in Sicherheit wiegen, sondern unbequeme Fragen stellen und das Publikum zum Nachdenken anregen: Sind Mörder eigentlich ganz normale Menschen? Welchen Anteil hat die Gesellschaft, wenn jemand zum Verbrecher wird? Und sind Justiz und Strafvollzug geeignet, Straffällige wieder auf den rechten Weg zu bringen?

Verbrechensliteratur im Unterricht

Nehmen Sie die Verbrechensliteratur im Unterricht einmal unter diesem Aspekt unter die Lupe – und entdecken Sie gemeinsam mit Ihren Schülerinnen und Schülern zwei Autoren unterschiedlicher Epochen, die sich intensiv mit der Welt des Verbrechens befasst haben: Friedrich Schiller und Ferdinand von Schirach stellen mit ihren Texten das Menschenbild ihrer Zeit infrage und werfen brisante psychologische und gesellschaftliche Fragen auf.

Materialien zum Vergleich der Erzählung „Der Verbrecher aus verlorener Ehre“ von Friedrich Schiller mit den Stories „Verbrechen“ von Ferdinand von Schirach finden Sie in der Unterrichtsreihe zur Verbrechensliteratur aus dem Werk „RAAbits Deutsch Oberstufe“.

„Terror“ – ein aktueller Fernsehtipp

Brisante Fragen wirft Ferdinand von Schirach auch mit seinem Theaterstück „Terror“ auf, das aktuell an vielen deutschsprachigen Bühnen gespielt wird: In einem fiktiven Strafprozess wird der Fall eines Luftwaffenpiloten verhandelt, der ein von Terroristen entführtes Passagierflugzeug abgeschossen hat, um einen Anschlag auf ein voll besetztes Fußballstadion zu verhindern. Das Theaterstück bezieht das Publikum in die Urteilsfindung mit ein: Am Ende der Verhandlung fällen die Zuschauer gewissermaßen als Schöffen das Urteil.

Am Montag, 17. Oktober kommt dieses aktuelle Gedanken- und Theaterexperiment auch ins Fernsehen – verbunden mit einer großen interaktiven Abstimmung über den Ausgang. Mit Sicherheit ein spannender Fernsehabend, über den sich eine Diskussion auch im Unterricht lohnt! Weitere Informationen dazu finden Sie auf den Internetseiten der ARD.

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Gerrit Leerhoff
g.leerhoff@raabe.de

Redakteur im RAABE Fachverlag für die Schule

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