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Ja, wo laufen sie denn? – Der olympische Fackellauf

Ja, wo laufen sie denn? – Der olympische Fackellauf

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Auch 2012 sind wieder zahlreiche Menschen unterwegs, um das olympische Feuer bis zum 27. Juli unbeschadet an den Austragungsort London zu bringen.

Der olympische Fackellauf in Zahlen
Die Olympischen Spiele sind das wichtigste und älteste Sportereignis der Welt. Und der Fackellauf ist untrennbar damit verbunden. Hier ein paar Zahlen: 78 Tage vor dem Ereignis wurde die Flamme entzündet, zum 30. Mal finden die Olympischen Sommerspiele statt, zum 3. Mal finden sie in London statt, 8.000 Menschen sind insgesamt am Fackellauf beteiligt, 70 Tage lang wird die Fackel durch die Gegend getragen, gefahren und beschützt, 12.000 Kilometer legt sie dabei zurück!

Damals und heute
In der Antike lief der Fackelläufer tatsächlich noch zu Fuß – vermutlich so lange, bis seine Latschen durchgelaufen waren. Kriegerische Auseinandersetzungen sollten für die Dauer des Laufes und der Spiele ruhen, damit Zuschauer und Athleten unversehrt zum Austragungsort gelangen konnten. Das Olympische Feuer steht damals wie heute als Symbol für Frieden und Freundschaft unter den Völkern. (Es wäre zu wünschen, dass dieser Gedanke wieder stärker ins Bewusstsein der Menschen rückt!)

Auch heute noch wird das Feuer traditionell im Heiligen Hain des antiken Olympia (auf der Halbinsel Peloponnes) mit einem Hohlspiegel entzündet – allerdings inzwischen durch Schauspieler in wallenden Gewändern. Die Transportmittel sind jedoch wesentlich moderner: Auf dem Weg nach London wird die Flamme per Kanalboot, Pferd, Straßenbahn, Heißluftballon, Eisenbahn und in einem Motorrad-Beiwagen transportiert.

Eine Veranstaltung für jedermann
Statt auf atemberaubende Rekorde und Abenteuer wie 2008 (z. B. die Tour zum Mount Everest), setzen die Briten beim diesjährigen Fackellauf eher auf Volksnähe. In erster Linie soll es eine Veranstaltung für jedermann sein. So konnten sich beispielsweise britische Bürger übers Internet als Fackelläufer bewerben.

Sebastian Col, Chef des Veranstaltungskommitees LOGOC, träumt von Straßen voller begeisterter Zuschauer. „Wir wollen so viele Menschen wie möglich erreichen. Wir nehmen uns ein Beispiel an der königlichen Hochzeit – so was wollen wir auch auf die Beine stellen.“ (Ob sie das wohl schaffen werden?)

Größere und kleinere Pannen am Rande
Immer wieder gab es in der Vergangenheit während des Fackellaufs Störungen und Proteste wegen politischer Missstände im Gastgeberland. Uns allen sind bestimmt noch die Ausschreitungen in Peking in Erinnerung, als Menschenrechts-Aktivisten die olympische Fackel löschen wollten. Wesentlich harmloser ging es da bei einem „Überfall“ von zwei englischen Jungen zu, denen es gelang, an den Sicherheitsbeamten vorbei, dem Läufer die Fackel zu entwenden:

Das Thema im Unterricht
Auch auf Jugendliche üben die Olympischen Spiele eine besondere Faszination aus. Als medial begleitetes und aufbereitetes Event ziehen sie die Aufmerksamkeit auf sich; das Thema Doping ist während sportlicher Großereignisse im Gespräch; die Fairness ist ein immer wieder heiß diskutiertes oder unterrepräsentiertes Thema; der Wettkampfgedanke spielt in jeder Sportart sowie bei Bundesjugendspielen eine zentrale Rolle.

Das Thema „Olympia“ bietet so zahlreiche Einsatzmöglichkeiten im Unterricht: Gehen Sie doch z. B. mal mit Ihren Schülern der Frage nach, warum Leichtathleten im Stadion immer links herum laufen oder wer die Olympischen Ringe erfand und wofür deren Farben stehen.

Folgende RAABE-Unterrichtsmaterialien halten wir zu diesem Thema für Sie bereit:

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Elisabeth Wagner
Elisabeth Wagner
e.wagner@raabe.de

…ist Redakteurin und betreut die Grundschule-Projekte Einfach sportlich/Religion erleben/Englisch begegnen und das Projekt RAAbits Sport für die weiterführenden Schulen.

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