Internationaler Tag gegen Kinderarbeit – Wunsch und Wirklichkeit

Internationaler Tag gegen Kinderarbeit – Wunsch und Wirklichkeit

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Heute, am „Tag gegen Kinderarbeit“, werden wir ganz offiziell daran erinnert, dass es in vielen Ländern immer noch keine Selbstverständlichkeit ist, eine Kindheit erleben und in einer Schule Bildung erfahren zu dürfen, sondern oftmals ein Luxus.

Was ist eigentlich Kinderarbeit?
Die UN-Kinderkonvention definiert als Kinderarbeit Tätigkeiten von unter 18-Jährigen, die ihnen schaden oder die sie vom Schulbesuch abhalten. Laut Internationaler Arbeitsorganisation (ILO), einer Sonderorganisation der UN, darf ein Kind erst dann eine Arbeit ausüben, wenn es mit 14 oder 15 Jahren nicht mehr schulpflichtig ist. Leichte Haushaltstätigkeiten oder Hilfe bei der Feldarbeit in der Landwirtschaft bilden jedoch eine Ausnahme, solange der regelmäßige Schulbesuch gewährleistet ist. Paragraf 182 Artikel 3 der ILO-Konvention definiert den Begriff mit den Stichworten „Sklaverei“, „sklavereiähnliche Praktiken“, „Kinderhandel“, „Leibeigenschaft“ bzw. „Zwangs- und Pflichtarbeit“.

Wie viele Kinder sind von Kinderarbeit betroffen?
Die ILO geht davon aus, dass 215 Millionen Kinder arbeiten müssen, davon in Afrika alleine mehr als 50 Millionen. Mindestens die Hälfte dieser Kinder müssen die schlimmsten Formen von Kinderarbeit erdulden. „Damit sind Tätigkeiten gemeint, die eine Gefahr für Gesundheit, Sicherheit oder Sittlichkeit der Kinder darstellen (…)“. Dieses Jahr stehen vor allem die „Rechte der Kinder und der Kampf gegen die Verletzung der Menschenrechte von Kindern (…) im Mittelpunkt“ des Engagements der ILO.


– Quelle: ILOTV via YouTube

Gibt es Kinderarbeit auch in Deutschland?
Illegale Kinderarbeit findet sich leider auf allen Kontinenten. Viele der Produkte, die wir täglich konsumieren, werden von Kindern hergestellt. Der Deutsche Kinderschutzbund geht davon aus, dass auch in Deutschland etwa 700000 Kinder und Jugendliche regelmäßig arbeiten. Das Thema Kinderarbeit berührt daher auch die Lebenswelt Ihrer Schülerinnen und Schüler. Viele Jugendliche arbeiten beispielsweise, um sich die in ihrer Clique angesagten Statussymbole wie Handy oder Markenkleidung leisten zu können. Bei anderen wiederum gibt es handfeste existenzielle Gründe, weil sie ihre Familien finanziell unterstützen müssen.

Wenn Sie das Thema im Unterricht behandeln wollen, bietet Ihnen der RAABE-Verlag Unterrichtsmaterialien in drei Fächern zum Thema:

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Marcel Meder
Marcel Meder
m.meder@raabe.de

... ist RAABE-Redakteur und betreut die Projekte RAAbits Berufliche Schulen Religion und Werte und Ethik Mittlere Schulformen.

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