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Inklusive Deutschlandreise – Station 2

Inklusive Deutschlandreise – Station 2

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Buntes Treiben auf dem Schulhof, Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Nationen, mit unterschiedlichen Charakteren und unterschiedlichen Begabungen – von hoch- bis tiefbegabt* …Ganz schön viel „unterschiedlich“ werden Sie jetzt sagen. Das ist richtig. Man könnte das Wort unterschiedlich auch durch vielfältig ersetzen. Und wenn Vielfalt an der Schule selbstverständlich ist, alle Schülerinnen und Schüler aufgenommen und individuell gefördert werden, sind wir bei Inklusion.

Nach dem ersten Abstecher unserer virtuellen Deutschlandreise nach Gütersloh zum Sitz der Bertelsmann-Stiftung – zum Jakob-Muth-Preis für inklusive Schule, folgt nun der zweite Reiseabschnitt. Wie kann man den Weg zur inklusiven Schule gestalten und wie sieht eigentlich inklusiver Schulalltag aus? Um das herauszufinden, geht es nach Bonn zur Bertolt-Brecht-Gesamtschule und nach Saarbrücken an die Ganztagsgrundschule Saarbrücken-Rastpfuhl. Beide Schulen sind Schulen für alle, Vielfalt wird groß geschrieben und das Thema Inklusion ist alles andere als außergewöhnlich: Inklusion? Ganz normal!

Das war aber auch nicht immer so. Kleinere und größere Hürden auf dem Weg zur inklusiven Schule gab es an beiden Schulen zu überwinden. Und dieser Weg ist lange noch nicht abgeschlossen. Inklusion ist ein Prozess – eine wichtige Erkenntnis, die Angst und Befremden nimmt, wie die stellvertretende Schulleiterin Margarete Ruhnke von der Bertolt-Brecht-Gesamtschule berichtet. Über viele Jahre etablierte sich an der Gesamtschule eine inklusive Haltung – bei Lehrkräften, Eltern, Schülerinnen und Schülern. Ebenso war es auch an der Ganztagsgrundschule Saarbrücken-Rastpfuhl. Hier ist der Umgang mit Vielfalt seit vielen Jahren normal, so sagt uns eine Schülerin: „Jeder Mensch ist behindert, denn jeder Mensch hat eine Schwäche. Und eine Behinderung ist nur eine Schwäche.“

Auch wenn am Anfang der Entwicklung nicht alle Rahmenbedingungen optimal sind oder so erscheinen, ist der Schulleiter der Ganztagsgrundschule Saarbrücken-Rastpfuhl Günther Kraus der Meinung: „Anfangen kann man immer. Die ersten Schritte sind wichtig und führen oft zwangsläufig weiter“. Denn vieles an inklusiven Schulen ist nicht neu, nur anders …

Mehr über die Bertolt-Brecht-Gesamtschule und die Ganztagsgrundschule Saarbrücken-Rastpfuhl finden Sie im Internet oder in unserem Webshop.

*) Kennen Sie den Kinofilm „Rico, Oskar und die Tieferschatten“? Wenn ja, ist Ihnen der Begriff „tiefbegabt“ bereits bekannt!

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Britta Minges
b.minges@raabe.de

... ist als Produktmanagerin für alles rund um die Werke "Auf dem Weg zur inklusiven Schule" und "Auf dem Weg zur inklusiven Grundschule", ebenso wie für SCHULLEITUNGONLINE zuständig - und ist Social-Media-Managerin

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