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Inklusion ist kein Zustand, sondern eine Einstellung – ein Tagungsbericht aus Heidelberg

Inklusion ist kein Zustand, sondern eine Einstellung – ein Tagungsbericht aus Heidelberg

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Tagungen sind für uns immer eine willkommene Abwechslung: Wir können uns selbst fortbilden, neue Kontakte zu Praktikern knüpfen und natürlich unsere Produkte vorstellen. So war es auch letzte Woche, als ich mich mit meiner Kollegin Nina Skorsetz nach Heidelberg aufmachte. Ziel war die Tagung „Inklusive Entwicklungslinien“ an der PH Heidelberg, organisiert von zwei Autorinnen unserer Werke zum Thema Inklusion, Silke Trumpa und Eva-Kristina Franz.

Die große Frage am Vorabend der Tagung, ob das Paket mit den Ordnern, Broschüren und Kulis ankam, konnte von Frau Trumpa mit einem klaren JA beantwortet werden. Glück gehabt! Denn schließlich war als Teil der Tagungsmappe ein gelber RAABE-Kuli vorgesehen.

Am Donnerstag empfing uns Heidelberg mit strahlendem Sonnenschein. Das steigerte die Laune der Teilnehmenden in unseren mitgebrachten Ordnern „Dreifach differenzieren“, „Auf dem Weg zur inklusiven (Grund-)Schule“ und den Broschüren zum Thema Inklusion und inklusivem Unterricht zu stöbern.

Was wurde noch geboten auf der Tagung? Einiges! Vor allem viele spannende und umsetzungsorientierte Sessions und Workshops, in denen sich Sonderpädagogen und Regelschullehrer austauschten. „Fachdidaktik meets Sonderpädagogik“ lautete das Motto! Inklusion bedeutet, allen Schülern Möglichkeiten zu bieten. Aber wie kann das gelingen, welche Kompetenzen brauchen Lehrkräfte dafür und wie können sie sie einsetzen? All diesen Fragen sind wir zusammen mit 160 weiteren Teilnehmern nachgegangen, haben viele praktische Antworten erhalten und konnten vieles selbst erarbeiten.

Nicht nur die Arbeit, auch das Vergnügen spielte bei dieser Tagung eine Rolle! Donnerstag Abend brachte Rainer Schmidt, Paralympionike, Pfarrer und Kabarettist, die Teilnehmer zum Lachen, Nachdenken und in Bewegung. Der Tischtennisspieler ohne Unterarme forderte erfolgreich einen Teilnehmer zum Tischtennis-Duell heraus. Aber vor allem seine Schulgeschichten erheiterten die Anwesenden – hielten ihnen aber auch einen Spiegel vor. Für ihn ist „Inklusion das selbstverständliche Zusammenleben und -lernen verschiedener Menschen“ und sind „Lehrer keine Lernbegleiter, sondern Welterschließer“. Seiner Erfahrung nach haben in einer Klasse mit einem Kind mit diagnostiziertem Förderbedarf immer zwei Personen einen Bedarf an Förderung: das Kind und die Regelschullehrkraft!

Für uns waren die beiden Tage in Heidelberg rundum gelungen! Eine sehr gut organisierte Tagung (wir erhielten mittags sogar Geleit zur Mensa) mit spannenden alltagspraktischen Inhalten. Aber auch der Ausblick durfte nicht fehlen, auf die vielen Fragestellungen und Herausforderungen, die zu diesem Thema noch zu klären sind.

Es gibt also noch viel zu tun, aber mit der positiven Energie, die alle Teilnehmer und Referenten vereinte, lässt sich positiv in die Zukunft blicken.

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Britta Minges
b.minges@raabe.de

... ist als Produktmanagerin für alles rund um die Werke "Auf dem Weg zur inklusiven Schule" und "Auf dem Weg zur inklusiven Grundschule", ebenso wie für SCHULLEITUNGONLINE zuständig - und ist Social-Media-Managerin

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