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Gruppe C – ein heißer Tanz mit Tiqui-taca!

Gruppe C – ein heißer Tanz mit Tiqui-taca!

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Für die Endrunde der Fußball EM 2012 in Polen und der Ukraine haben sich 16 Mannschaften qualifiziert und ein Duell wird mit besonders großer Spannung erwartet: In Gruppe C treffen mit Spanien und Italien die letzten beiden Weltmeister aufeinander. Haben Sie schon Ihren Favoriten gewählt?

Spaniens Nationalelf steht dank ihrer jüngsten Erfolge und ihrer enormen Spielstärke im internationalen Fußball momentan unangefochten und zu Recht an der Spitze. Das weiß auch Bundestrainer Joachim Löw, der nach dem verlorenen WM-Halbfinale 2010 zu Spaniens Spielmacher Xavi sagte: „Ihr seid die beste Mannschaft der Welt. Ihr seid sogar die beste Mannschaft, die ich je spielen sehen habe.“ Die Selección verdankt diese Überlegenheit nicht zuletzt ihrem schwindelerregenden Kombinationsspiel „Tiqui-taca“. Durch konstantes Freilaufen, cleveres Dreiecksspiel und ein horizontales Kurzpassspiel wird der Ball in den eigenen Reihen laufen gelassen, der Gegner aus der Verteidigung gelockt und mit tödlichen Pässen in die Knie gezwungen

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Wir dürfen erwarten, dass La Roja auch bei dieser EM mit „Tiqui-taca“ zaubern wird, schließlich haben die Iberer als erste Nation die Chance, einen dritten Titel in Folge zu gewinnen. Doch verletzungsbedingte Ausfälle einiger Führungsspieler erschweren die Situation. Ohne seinen besten Torjäger David Villa und ohne Abwehrchef Carles Puyol ist Spanien geschwächt. Darf die Konkurrenz also hoffen?

Hinter dem Titelverteidiger wittern vor allem die gewohnt defensiv starken Italiener ihre Chance auf das Viertelfinale. Die Squadra Azzurra kassierte in zehn Qualifikationsspielen nur zwei Gegentore und setzte sich sogar bereits in einem Testspiel gegen die starken Spanier durch. Aktuell wird der italienische Fußball jedoch ein weiteres Mal von einem heftigen Wettskandal erschüttert. Betroffen sind diesmal nicht nur Funktionäre – auch gegen Nationalspieler wird ermittelt. Trainer Prandelli bangt um sein Team und die Fans fragen sich besorgt, was von den Azzurri bei der EM noch zu erwarten ist.

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Als hätten es die Italiener nicht schon schwer genug, tritt nun sogar noch einer aus den eigenen Reihen an, um ihnen das Turnier zu verhageln. Unter der italienischen Trainer-Legende Trapattoni schafften in diesem Jahr auch die Iren die EM-Teilnahme und stehen jetzt vor einer schweren Aufgabe. Aus taktischen, aber vor allem aus psychologischen Gründen wollte der Maestro mit seiner Mannschaft möglichst nicht auf Italien treffen. Genau dieser Fall ist nun aber eingetreten. Ob Trapattoni sein Heimatland bei der EM ärgern wird?

Deutlich weniger Hemmungen dürften Luka Modric und seine Kroaten haben. Als Außenseiter haben sie nichts zu verlieren und vor allem bei der ersten Partie gegen Irland noch alles in der Hand, um einen guten Start ins Turnier zu erwischen. Auch vor den scheinbar übermächtigen Spaniern hat Nationaltrainer Slaven Bilić keine Angst: „Gegen stärkere Teams waren wir immer am besten“, verkündete er selbstbewusst. Hält die Defensive, dürften die Kroaten bei der Vergabe der beiden Viertelfinal-Plätze wohl tatsächlich ein Wörtchen mitreden.

Wir dürfen nun auf das erste Spiel in Gruppe C am Sonntag gespannt sein. Haben Sie inzwischen entschieden, wem sie die Daumen drücken? Den spanischen Zauberern oder dem azurblauen Bollwerk? Zweifellos könnte das Team, welches sich geschlagen geben muss, einen entscheidenden Knacks für den weiteren Verlauf der EM bekommen. Dahinter lauern Irland und Kroatien auf ihre Chance …

Wir wünschen allen Fußballfans einen heißen und torreichen Fußballtanz!

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Marcel Meder
Marcel Meder
m.meder@raabe.de

... ist RAABE-Redakteur und betreut die Projekte RAAbits Berufliche Schulen Religion und Werte und Ethik Mittlere Schulformen.

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