Gruppe B – Deutschland und seine Rivalen

Gruppe B – Deutschland und seine Rivalen

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Unser Gastbeitrag aus dem Kundenservice zur Fußball-EM 2012. Man merkt sofort, dass die kundige Autorin ein glühender Fan der deutschen Mannschaft ist!

Für die EM-Endrunde wurden vier Vorrundengruppen ausgelost, in jeder Gruppe sind vier Mannschaften.

In der Gruppe B spielen die Niederlande, Dänemark, Deutschland und Portugal. Zu dieser Konstellation konnte es kommen, da es mit Polen und der Ukraine zwei Ausrichterländer gibt und diese beiden Länder sowie die ersten beiden Mannschaften der FIFA-Rangliste als Gruppenköpfe gesetzt waren.

Deutschland hatte sein Losglück verlassen und muss nun in der schwersten aller Vorrundengruppen bestehen. Ausgerechnet Holland-Legende Marco van Basten wählte uns in die schwierigste aller vier EM-Gruppen. Unvergessen: Van Basten schoss uns 1988 im EM-Halbfinale in Hamburg aus dem Turnier und Holland Richtung EM-Titel.

Der zweite Hammer: Wir treffen auf Portugal und 94-Mio-Mann Cristiano Ronaldo. Die Portugiesen haben sich über die Play-offs gegen Bosnien für die EURO 2012 qualifiziert. Im EM-Viertelfinale 2008 schossen Schweinsteiger & Co. Ronaldo schon einmal aus dem Turnier (3:2). Fazit: Portugal ist immer zu schlagen. Gegen Cristiano Ronaldo werden wir genügend Gegenmittel haben. Jogi Löw braucht nur beim FC Bayern nachfragen: Hat dieser Ronaldo im Champions-League Halbfinale bei Real Madrid überhaupt mitgespielt? Bei den Bayern-Fans ist nur sein gegeltes Haar und sein Rumgestelze in Erinnerung geblieben. Und natürlich sein verschossener Elfmeter.

Gegner Nummer 3 sind die Dänen um Ex-Bundesliga-Star Morten Olsen (jetzt deren Trainer). 1992 schafften die Skandinavier das Wunder und schlugen uns im Finale mit 2:0. Fazit: Dänemark ist ein schwieriger und unbequemer Gegner – aber machbar.

Unser Hauptkonkurrent sind und bleiben die Niederlande. Obwohl unsere Nachbarn mittlerweile die deutsche Spielkultur bewundern, geht es wieder um Prestige und Rivalität. Was gab es da in der Vergangenheit für Duelle: das WM-Finale 1974 in München etwa, das dramatische EM-Halbfinale 1988 in Hamburg oder aber das WM-Achtelfinale 1990 in Mailand, bei dem vielen deutschen Fans die Spucke wegblieb (wer erinnert sich nicht an die Spuckattacke von Frank Rijkaard gegen Rudi Völler). Vor allem lebten diese Duelle von einer Rivalität, die sich regelrecht zur beiderseits gepflegten Abneigung entwickelte.

Mancher sieht im jungen deutschen Team das „neue Holland“. Das geht Oliver Bierhoff dann doch zu weit. „Nein, das wollen wir gar nicht, sonst werden wir ja immer nur Zweiter bei großen Turnieren.“ (Quelle: www.n-tv.de)

Nun genug des Geplänkels: Nach den letzten Testspielergebnissen könnte man die Gruppe auch als „Not gegen Elend“ oder „die Wahl zwischen Pest und Cholera“ bezeichnen. Keine Mannschaft konnte wirklich überzeugen, aber wie heißt es so schön: Die Wahrheit liegt auf dem Platz und Deutschland ist eine Turniermannschaft.

Also lassen wir sie spielen, los geht’s am 09.06.2012 um 18 Uhr mit dem Spiel Niederlande-Dänemark und um 20.45 Uhr folgt Deutschland-Portugal.

Da man seit dem 19.05.2012 genüsslich auf den Bayern-Spielern und Fans herumhackt, kann ich mir eine letzte Spitze nicht verkneifen. Vier Finals in einer Saison werden wir nicht verlieren.

(Alle im Artikel erscheindenden Bilder: © colourbox.com)

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Marcel Meder
Marcel Meder
m.meder@raabe.de

... ist RAABE-Redakteur und betreut die Projekte RAAbits Berufliche Schulen Religion und Werte und Ethik Mittlere Schulformen.

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