Es weihnachtet sehr: Adventsrezepte aus der RAABE-Redaktion – Teil 4

Es weihnachtet sehr: Adventsrezepte aus der RAABE-Redaktion – Teil 4

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In der Adventszeit, immer am Adventssonntag, stellt die Raabe-Redaktion Adventsrezepte und Traditionen aus aller Welt vor.
Nur noch vier Tage, dann ist endlich Weihnachten. Hierzulande feiern wir im Kreis der Familie, schmücken den Tannenbaum und freuen uns auf Essen, Gesang und Geschenke. Ganz andere Bräuche wollen wir Ihnen heute vorstellen: In Griechenland werden am 24. Dezember noch lange keine Geschenke ausgepackt, sondern es wird singend um die Häuser gezogen…

Weihnachten in Griechenland: Von Kobolden und Weihnachtsfeuern, Gesang und Glückskuchen

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Geschmückte Weihnachtsschiffe am Hafen © iStock/Essentials Collection

In Griechenland schmückt man traditionell auch nicht einen Tannenbaum, stattdessen werden Holzschiffe mit Lichterketten aufgestellt. Ursprünglich kommt dieser Brauch aus Byzanz. Man gedenkt damit den Seefahrern, die Weihnachten weit weg von zu Hause verbringen müssen. Inzwischen hat sich aber auch der Brauch des geschmückten Baums verbreitet, allerdings können sich nur reiche Familien einen echten Weihnachtsbaum leisten, meist wird ein künstlicher Baum oder eine Zypresse geschmückt.

Der heilige Basilius und der Glückskuchen

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Der heilige Basilius (ganz links) © iStock/Essentials Collection

Am 24. Dezember werden in Griechenland noch keine Geschenke verteilt, diese gibt es erst an Silvester. In der Nacht zum 1. Januar bringt der heilige Vasilios (auf Deutsch: Basilius) die Geschenke und legt sie vor das Bett. Der heilige Vasilios war ein Bischof, Asket und Kirchenlehrer im 4. Jahrhundert. In der christlich-orthodoxen Glaubensrichtung spielt der heilige Vasilios eine wichtige Rolle. Am Silvesterabend trifft sich die ganze Familie zu einem Festessen. Zu diesem Essen gibt es den Neujahrskuchen, Vasilopita genannt (nach dem heiligen Vasilios benannt). In diesem Kuchen aus Hefeteig wird ein Geldstück eingebacken. Wer das Kuchenstück mit dem Geld bekommt, der soll im nächsten Jahr besonders viel Glück haben.

Kalanda – Gesang am Weihnachtsmorgen

Am Weihnachtsmorgen selbst ziehen die Kinder von Haus zu Haus und singen traditionelle Lieder, sogenannte „Kalanda“, die die Geburt Christi ankündigen. Die Kinder bekommen für ihren Gesang Gebäck und Nüsse oder auch manchmal ein wenig Geld. Diejenigen, die das jeweilige Haus als erstes betreten, gelten als Glücksbringer und werden besonders reich beschenkt.

Weihnachtsfeuer und Kobolde

Ein weiterer Brauch ist das Weihnachtsfeuer. Traditionell wird an Heiligabend ein besonders großes Feuer im Kamin entzündet, um das Christuskind in seiner Krippe warmzuhalten. Das Feuer hat aber noch eine weitere Bedeutung: es soll böse Unterweltkobolde, die „Kalikanzari“ vom Haus fernhalten, die um Weihnachten herum ihr Unwesen treiben. Die Kobolde gelangen durch den Kamin in die Häuser. Sie sind dafür bekannt, den Menschen Streiche zu spielen, Weihnachtskekse zu fressen, Lebensmittel zu verunreinigen und die Häuser zu beschädigen. Um diese schmutzigen Kobolde davon abzuhalten alles zu verwüsten, soll im Kamin 12 Tage lang, vom 24. Dezember, bis zum 6. Januar jede Nacht ein Feuer brennen.

Familienfeier

Am 25. Dezember ist auch in Griechenland ein arbeitsfreier Tag. Es werden Freunde und Verwandte besucht, es gibt ein Festessen, man isst Truthahn und Gebäck, zum Beispiel Melomakarona, das sind leckere Honigkekse mit Sirup, Nüssen und Mandeln.

Rezept: Melomakarona (Quelle: www.essen-und-trinken.de)

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Leckere Melomakarona © iStock/Signature Collection

Menge: ca. 50 Stück

Zeit: ca. 1:30h

Zutaten:

Teig

  • 2 Tassen Olivenöl
  • 6 Tassen Mehl
  • 1 Tasse Zucker
  • 1 Tasse Milch
  • abgeriebene Schale von 2 Orangen
  • Saft von 2 Orangen
  • 2 TL Backpulver
  • 3 TL gemahlener Zimt
  • 1 TL gemahlene Nelken

Sirup

  • 500 ml Honig
  • 2 Tassen Wasser
  • Nelken
  • 5 Zimtstangen

Zum Bestreuen: gehackte Walnüsse/oder Mandeln

Erwärmen Sie zuerst das Olivenöl leicht auf dem Herd und geben Sie es in eine große Rührschüssel. Schlagen Sie das Olivenöl mit dem Handrührgerät so lange, bis das Öl eine hellere Farbe bekommt. Geben Sie nun den Zucker dazu und rühren Sie weiter. Anschließend geben Sie die Orangenschale und den Orangensaft dazu und rühren diese unter die Masse.

Vermischen Sie in einer separaten Schüssel das Mehl mit dem Backpulver, Zimt und Nelkenpulver. Setzen Sie die Knethaken in das Handrührgerät und geben Sie das Mehlgemisch in die Olivenölmasse. Kneten Sie den Teig ca. 10 Minuten durch und fügen Sie langsam die Milch dazu.    So entsteht ein lockerer Teig, der sich gut formen lässt.

Heizen Sie den Backofen vor, bei Ober- und Unterhitze auf 180 Grad, bei Umluft auf 160 Grad. Formen Sie ovale Plätzchen und legen Sie diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech. Backen Sie die Plätzchen für ca. 30 Minuten und lassen Sie sie etwas abkühlen.

In der Zwischenzeit können Sie den Sirup vorbereiten. Kochen Sie alle Zutaten zusammen in einem großen Topf auf. Tauchen Sie die Plätzchen ca. 1 Minute in den Sirup. Sie können den Vorgang ein zweites Mal wiederholen. Achten Sie darauf, dass die Plätzchen gut mit Sirup durchzogen sind. Nun können Sie die Plätzchen mit Walnüssen oder Mandeln bestreuen.

Viel Spaß beim Ausprobieren und Genießen!

Frohe Weihnachten oder Καλα Χριστουγεννα! (Kala Christugena!)

Herzlichen Dank an meine Kollegin Rea Dora Dimas für die interessanten und spannenden Insiderinformationen rund um das griechische Weihnachtsfest.

Weitere Informationen und Quellen: www.griechenlandreise-blog.de , www.winterwonderland.de

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Natalie Fessler
Natalie Fessler
n.fessler@raabe.de

ist Redakteurin im Bereich Bildungsmanagement.

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