Die RAAbits im Blockpraktikum – ein Gastbeitrag

Die RAAbits im Blockpraktikum – ein Gastbeitrag

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Schule - aus noch ungewohnter Perspektive. © Digital Vision

Schule – aus noch ungewohnter Perspektive.
© Digital Vision

Vier Wochen lang tauschen wir Studenten während des Blockpraktikums den Vorlesungssaal gegen das Klassenzimmer aus und sammeln Praxiserfahrung.

Während mein Tag auf dem Campus sonst gemütlich um 10 Uhr mit einem Spaziergang zur Kaffeetheke beginnt, stehe ich in den vier Wochen pünktlich um 7:45 Uhr im Klassenzimmer und werde mit einem langgezogenen „guuten Mooorgen Herr Schmiiid“ begrüßt.

Mein Praktikum findet an einer Realschule statt. Insgesamt 20 Unterrichtsstunden müssen vorbereitet, durchgeführt und nachbesprochen werden.

20 Stunden? Zugegeben, das ist für einen alten Hasen vermutlich nicht viel, für mich als blutigen Anfänger allerdings schon.

In den Klassen stelle ich mich vor und werde von den Schülern neugierig beäugt. „Aha. Das ist also der Neue“ steht ihnen ins Gesicht geschrieben. Das macht mich schon ein bisschen nervös. Hoffentlich komme ich mit den Kids klar und sie springen mir nicht über Tische und Bänke, denke ich mir insgeheim. Und dann ist da ja auch noch die Unterrichtsvorbereitung, die zig Fragen mit sich bringt:

Ist das ein guter Einstieg? Sind die Materialien zu anspruchsvoll oder zu leicht? Sind ausreichend Sozialformenwechsel eingebaut? – Hilfe!!! Guter Rat und passendes Unterrichtsmaterial sind in diesem Fall enorm wichtig. Ein guter Zeitpunkt, um mir die RAAbits einmal näher anzusehen. Da ich in der Raabe-Redaktion als freier Mitarbeiter beschäftigt bin, sitze ich ja sozusagen an der Quelle.

Die RAAbits Deutsch und Erdkunde im Einsatz.

Die RAAbits Deutsch und Erdkunde im Einsatz.

Im Fach Deutsch steht für mich und meine Schüler zunächst das Thema Berichte schreiben auf dem Programm. Mit der Ballade „John Maynard“ von Theodor Fontane starte ich in die Stunde. Professionell gelesen und auf CD mit den RAAbits mitgeliefert, sorgt die Ballade vom untergehenden Schiff auf dem Eriesee für Spannung und Totenstille im Klassenzimmer. Im Anschluss bespreche ich mit den Schülern mithilfe von Bildmaterialien wichtige Szenen noch einmal. Die Jugendlichen schlüpfen danach in die Rolle von Reportern der Buffalo-Post und berichten über das Schiffsunglück.

Doch nicht nur Deutsch, auch die ein oder andere Erdkunde-Unterrichtseinheit will bewältigt werden. Die kalten Zonen sowie Polartag und -nacht sollen den Schülern nahe gebracht werden. Auf der Suche nach ergänzenden Materialien und Ideen zum Schulbuch werde ich auch in den RAAbits fündig. Und so kann ich mit vielen Grafiken, Arbeitsblättern, einem mitgebrachten Globus und Experimenten mit der Taschenlampe bei den Schülern punkten.

In Klasse 10 geht es weiter. Hier behandele ich Entwicklungs-, Schwellen- und Industrieländer. Und auch hier habe ich RAAbits-Materialien von den Kollegen zum Praxistest erhalten. Kombiniert mit eigenen Texten erstelle ich daraus eine Lerntheke, an der die Schüler in ihrem eigenen Tempo lernen können.

So vergehen die Tage. Ehe ich mich versehe, sind die vier Wochen vorbei und es heißt, Abschied nehmen. „Herr Schmid, wann kommen Sie wieder?“, werde ich recht oft gefragt. Gute Frage! Ob ich im Referendariat wieder an die gleiche Schule kommen werde, kann ich nicht sagen, aber eines weiß ich sicher: Die RAAbits werden natürlich auch dann wieder mit am Start sein!


Beitrag von Thomas Schmid

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Britta Minges
b.minges@raabe.de

... ist als Produktmanagerin für alles rund um die Werke "Auf dem Weg zur inklusiven Schule" und "Auf dem Weg zur inklusiven Grundschule", ebenso wie für SCHULLEITUNGONLINE zuständig - und ist Social-Media-Managerin

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