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Politik polarisiert – politische Rhetorik im Deutschunterricht analysieren

Politik polarisiert – politische Rhetorik im Deutschunterricht analysieren

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Die Flüchtlingspolitik ist zentrales Streitthema im aktuellen Wahlkampf. Beim TV-Duell vergangenen Sonntag warf Schulz Merkel vor, mit Ihrer Entscheidung zur Öffnung der Grenzen die EU vor „vollendete Tatsachen“ gestellt zu haben. Merkel wies diesen Vorwurf von sich.

Um sich in der Flüchtlingsdebatte eine eigene Meinung zu bilden, müssen Ihre Schüler eine stichhaltige und überzeugende Argumentation von einer polemischen, schwachen oder nicht tragfähigen unterscheiden können. Kennen Ihre Schüler zum Beispiel den Unterschied zwischen einem Fakten- und einem Autoritätsargument? Welchen Argumenten kann man vertrauen? Wann sollte man hellhörig werden und die Aussagen nochmals kritisch prüfen?

© dpa

Analysieren Sie mit Ihren Schülern im Deutschunterricht gemeinsam kontroverse Positionen und gehen Sie deren unterschiedlichen rhetorischen Strategien auf den Grund. Als Ausgangspunkt eignen sich beispielsweise das aktuelle TV-Duell zwischen den Kanzlerkandidaten oder Zeitungsartikel.

In der Unterrichtseinheit „Gut begründet? – Die Argumentationsstruktur eines Textes analysieren“ für die Sekundarstufe II lernen Ihre Schüler anhand von (Online-)Artikeln verschiedene Argumenttypen kennen. Sie hinterfragen diese und lernen einzuschätzen wie glaubwürdig sie sind.

Laden Sie sich hier zwei kostenlose Materialien aus der Einheit herunter und setzen Sie diese direkt ein:

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Die wichtigsten Argumenttypen im Überblick

  • Faktenargumente: Die These wird durch eine belegbare Tatsache untermauert.
  • normative Argumente: Wertmaßstäbe dienen als Grundlage für die These.
  • Autoritätsargumente: Eine Autorität wird zur Unterstützung des Gesagten hinzugezogen.
  • analogisierende Argumente: Das Argument überträgt einen ähnlichen Lebensbereich auf das aktuelle Thema.
  • indirekte Argumente: Mit der Nennung und Abwertung des Gegenarguments wird selbiges zur Entkräftung genutzt.
  • Erfahrungsargument: Eigene Erfahrungen, selbst Erlebtes oder auch von anderen Gehörtes werden zur Untermauerung der eigenen Standpunktes herangezogen. Ein solches Argument ist jedoch subjektiv und dadurch weniger überzeugend.

 

Diskussion mit Rollenkarten

Wiederholen Sie anhand der unterschiedlichen Meinungen zur Flüchtlingspolitik mit Ihren Schülern den Aufbau einer Argumentationskette bestehend aus These, Argument und Beleg. So erkennen Ihre Lernenden wie eine schlüssige Argumentation aufgebaut ist. In einem Rollenspiel, können sie zum Abschluss Ihre eigene Position vertreten und selbst mit guten Argumenten überzeugen.

Laden Sie hier Rollenkarten für eine solche Diskussionsrunde herunter.

Sprachliche Mittel untersuchen

In der Diskussion kommt es dabei auch auf sprachliche Feinheiten an: Rhetorische Fragen, Metaphern, Vergleiche und Ironie werden von Politikern häufig gezielt eingesetzt, um die Wähler zu beeinflussen und eigene Meinungen zu unterstreichen.

Nutzen Sie dieses Arbeitsblatt, um mit Ihren Schülern die zentralen rhetorischen Mittel zu wiederholen und zu vertiefen.

Wir wünschen Ihnen spannende Diskussionen! Vielleicht helfen diese ja dem ein oder anderen Schüler noch dabei, seine Position für die anstehende Wahl zu finden.

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Christine Joos
Christine Joos
c.joos@raabe.de

… betreut bei RAABE „RAAbits Realschule Deutsch“, „RAAbits Deutsch Berufliche Schulen“ sowie das zugehörige Portal „RAAbits Deutsch Berufliche Schulen online“.

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