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Literarische Geburtstage 2016

Literarische Geburtstage 2016

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Was haben E. T. A. Hoffmann, Andreas Gryphius und Gottfried Benn gemeinsam? Alle drei gehören zu den großen deutschsprachigen Schriftstellern, werden in der Schule gelesen – und stehen im Jahr 2016 mit einem runden Geburtstag im Kalender. Ein Anlass, die drei Autoren und ihre Werke im Deutschunterricht neu zu entdecken!

Selbstporträt des Dichters E. T. A. Hoffmann (1776–1822)

Selbstporträt des Dichters
E. T. A. Hoffmann (1776–1822)

Am 24. Januar wäre E. T. A. Hoffmann 240 Jahre alt geworden. Der vielseitig begabte Künstler der Romantik schrieb Instrumental- und Gesangswerke, Dramen und Prosastücke. Das Kunstmärchen „Klein Zaches genannt Zinnober“ von 1819 ist seine wohl humoristischste Erzählung: Hoffmann nutzt darin die Form des Märchens und seinen ironischen Erzähler, um versteckte Kritik an den Repressions- und Verfolgungsmaßnahmen der Restaurationszeit zu üben.

Mit den RAAbits-Materialien zu „Klein Zaches“ informieren sich Ihre Schüler über den Autor, analysieren das Kunstmärchen und untersuchen die gesellschaftspolitischen Hintergründe.

Das Foto zeigt Gottfried Benn (1886–1956) im Jahr 1946. © Gottfried-Benn-Gesellschaft e. V., Bremen

Das Foto zeigt Gottfried Benn (1886–1956) im Jahr 1946.
© Gottfried-Benn-Gesellschaft e. V., Bremen

Am 2. Mai steht Gottfried Benns 130. Geburtstag im literarischen Geburtstags­kalender: Der Berliner Arzt und Lyriker gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der literarischen Moderne. Ein wesentliches Merkmal seiner Lyrik ist der pessimistische Blick auf den Menschen. Bei Jugendlichen können Benns Gedichte daher ambivalente Reaktionen auslösen – manche fühlen sich von den drastischen „Morgue“-Gedichten provoziert, viele fasziniert aber gerade die existenzielle Dimension der Gedichte Gottfried Benns.

Die RAAbits-Materialien bringen Ihren Schülern die Lyrik Benns näher, liefern biografische Informationen zum Kontext und ermöglichen einen individuellen Zugang zu den Gedichten.

Das einzige überlieferte Porträt zeigt Andreas Gryphius (1616–1664) nicht als Dichter, sondern als Amtsperson und Würdenträger.

Das einzige überlieferte Porträt zeigt Andreas Gryphius (1616–1664) nicht als Dichter, sondern als Amtsperson und Würdenträger.

Einen besonders runden Geburtstag gibt  im Fall von Andreas Gryphius zu feiern: Am 2. Oktober wäre der wohl bekannteste Dichter des 17. Jahrhunderts 400 Jahre alt geworden. Traditionell wurden Gryphius’ Gedichte vor allem als Erlebnislyrik gelesen. Die Gryphius-Rezeption der letzten Jahrzehnte betont dagegen die Rolle der Rhetorik, der Gelegenheitsdichtung und der gelehrten Darbietung religiösen und weltlichen Wissens in seinen Texten: Das lyrische Ich erscheint bei Gryphius eher als Repräsentant und Sprecher einer Allgemeinheit denn als private Ich-Figur.

Die RAAbits-Materialien bringen diese neueren Tendenzen der Gryphius-Forschung in die Schule: Ihre Schüler entdecken Gryphius als einen Dichter, der sich an den poetischen Regeln seiner Zeit orientiert, sie aber besonders originell und treffsicher anwendet.

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Gerrit Leerhoff
g.leerhoff@raabe.de

Redakteur im RAABE Fachverlag für die Schule

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