Fake-News, Jumpsuit und Tüddelkram – der neue Duden und der Sprachwandel

Fake-News, Jumpsuit und Tüddelkram – der neue Duden und der Sprachwandel

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Wörterbücher sind gar nicht so „retro“, wie man vielleicht denkt. Zumindest ist der Duden – die Instanz der deutschen Rechtschreibung – Anfang August wieder einmal aufgelegt worden, seit 1880 immerhin schon zum 27. Mal.

5000 Wörter sind neu hinzugekommen und ein genauer Blick darauf zeigt, dass sehr viele aus dem Bereich der Jugend- und der Internetsprache stammen. In Zukunft kann sich also niemand mehr herausreden, der „Instagram“, „liken“ oder „rumeiern“ falsch schreibt. Politische Entwicklungen haben dazu beigetragen, dass Begriffe wie „Flüchtlingskrise“ oder „Kopftuchstreit“ Eingang in den Duden gefunden haben. Und Berliner wird freuen, dass der „Späti“ ebenso aufgenommen wurde wie „icke“.

Nicht wenige kritisieren allerdings, dass so viele Wörter aus anderen Sprachen, vor allem aus dem Englischen, jetzt offiziell zur deutschen Sprache gehören sollen. Angesichts von „Livestream“ oder „Dropbox“ fragen sie sich: In was für einer Zeit leben wir eigentlich?

Offenbar in einer Zeit, in der sich Sprache wandelt. Doch das tut sie, seit Menschen Sprache nutzen. Eine Unterhaltung mit Walther von der Vogelweide brächte niemand von uns heute zustande. Und selbst Sprachzeugnisse, die nur wenige Jahrzehnte alt sind, kommen uns oft schon ganz schön „oldschool“ vor.

Dass sich Sprache wandelt, steht also fest. Warum sie das tut, ist da schon schwieriger zu beantworten. Sicherlich ist der Sprachwandel menschengemacht, aber ist er auch beabsichtigt und gewollt? Und ist es sinnvoll, sprachliche Veränderungen zu bewerten, sie also als Verfall abzusetzen oder als Fortschritt zu feiern?

Material für anregende Diskussionen im Unterricht zu diesen Fragen finden Sie in der RAAbits-Einheit  Dem Sprachwandel auf der Spur. Warum wir heute nicht mehr so sprechen wie vor 1000 Jahren.  Darin untersuchen Ihre Schüler konkrete Erscheinungsformen des Sprachwandels und vergleichen mögliche Erklärungen dafür. (Übrigens: Bis zum 20.09. kostet der Beitrag nur 6,50 € – Sie sparen mehr als 50 %!)

P.S.: Wenn Sie Lust auf ein kleines Quiz haben – auf der Seite des mdr (Klick) können Sie testen, welche Wörter es in den Duden geschafft haben. Viel Spaß!

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Pamela Winkler
Pamela Winkler
p.winkler@raabe.de

... ist Redakteurin für RAAbits Deutsch (Sprache).

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