Der nächste Urlaub kommt bestimmt – Geheimtipp Spanien?!

El Torcal Spanien

Der nächste Urlaub kommt bestimmt – Geheimtipp Spanien?!

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El Torcal Spanien

Gesteinsformation in der Karstlandschaft El Torcal. © Thinkstock

Wer seinen Sommerurlaub im nächsten Jahr in Ruhe planen will, sollte langsam beginnen, sich erste Gedanken dazu zu machen. Mein Geheimtipp dazu lautet: Spanien.

Ausgerechnet. 2014 besuchten 63 Mio. Touristen das Land – so viele wie noch nie. Eine weitere Erhebung ergab, dass Spanien 2014 als tourismusfreundlichstes Land ausgezeichnet wurde. Nach Besucherzahlen findet sich Spanien im weltweiten Vergleich hinter Frankreich und den USA auf Rang drei – in der Weltspitze. Spanien also als Geheimtipp?

Das Land, das den größten Teil der iberischen Halbinsel einnimmt, ist bekannt für die Schlagworte „Sangría“, „Sonne“, „Sand“ und „Meer“. Das ist aber noch längst nicht alles. So gut wie jede Art von Urlaub ist hier möglich.

El Torcal Spanien

Gesteinsformation in der Karstlandschaft El Torcal. © Thinkstock

Mein erster Tipp findet sich im Süden. Also ein Urlaub an der Küste, an Strand und Meer? Nicht nur. Auch das Landesinnere Andalusiens lohnt einen längeren Aufenthalt. Bei Antequera, ca. 100 km von Granada entfernt, findet sich eine spektakuläre Karstlandschaft: El Torcal. Eine Wanderung zwischen den bizarren Türmchen aus Gestein – so als hätte jemand versteinerte Pfannkuchen übereinander getürmt – steht an Attraktivität einem Besuch z. B. eines Nationalparks im Südwesten der USA in nichts nach. El Torcal ist dabei aber weit weniger frequentiert. 2013 besuchten nach Angaben des Tourismusbüros von Antequera 88.000 Touristen den Naturpark im Süden Spaniens. Im gleichen Jahr waren es im Yosemite Nationalpark in den USA 3,8 Mio., im Grand Canyon 4,6 Mio. Ehemaliger Meeresboden hat sich im Naturpark El Torcal gehoben, als die afrikanische auf die europäische Kontinentalplatte traf und diese auffaltete. Erosion sorgt für die bizarren Formen des wenig widerstandsfähigen Kalkgesteins. Es entstehen skurrile Gesteinsformationen – einfach ein imposanter Anblick. Weitere Informationen finden Sie hier .

Mein Tipp im Zentrum des Landes lautet: Ein Museum in Madrid. Natürlich, es gibt das Prado-Museum. Ich meine aber das Museo de las Americas. Wer sich umfassend über Inkas, Mayas und Azteken sowie die spanische Kolonialgeschichte informieren möchte, ist in den schön gestalteten Ausstellungsräumen des Museums richtig. Nähere Informationen über das Museum erhalten Sie hier.

In der Nähe von Santillana del Mar, ca. 30 km von Santander entfernt, findet sich mein Tipp im Norden: Die Höhle von Altamira. Bis zu 30.000 Jahre alte steinzeitliche Höhlenmalereien lassen sich in einem exakten Nachbau der Höhle in einem Museum in der Nähe der Originalhöhle bestaunen. Am bekanntesten sind die mit Ockerfarben und Holzkohle gezeichneten Wisent-Darstellungen. Seit Ende März 2015 dürfen jeden Donnerstagmorgen fünf zufällig ausgewählte Besucher des Museums, die älter als 16 Jahre sind, sogar 37 Minuten lang die Originalhöhle besichtigen. Vermutlich wird dieses Angebot nicht mehr lange aufrecht erhalten werden, denn jeder Besuch der Höhle schadet den empfindlichen Höhlenmalereien. Wer nun also nicht das Glück haben sollte die Originalhöhle zu sehen – auch die originalgetreue Höhlennachbildung garantiert für unvergessliche Momente. Nähere Informationen gibt es hier.

Gericht Paella Spanien Hühnchen

Paella mit Hühnchen, Hase und Gemüse. © Thinkstock

Auch im kulinarischen Bereich lädt Spanien zu einer Entdeckungsreise ein. Jede kleine Bar bietet Tapas an, kleine Häppchen aus Fisch oder Fleisch, Gemüse oder mit Teig umhüllt. Wer will kann Champignons probieren, gefüllt mit einer Masse aus Jamón Serrano – dem bekannten spanischen Schinken – und Zwiebeln. Oder Empanadillas, Teigtaschen gefüllt mit einer Masse aus Paprika, Tomaten, Zwiebeln und Ei. Wem kleine Häppchen nicht genügen, für den habe ich noch einen Tipp: Das Restaurant Goleta-Mistral, wunderschön gelegen in den Hügeln bei Oliva in der Nähe von Valencia an der spanischen Ostküste. Umgeben von Pinien- und Orangenhainen können Besucher hier nach Herzenslust tafeln. Das Restaurant ist bekannt für seine Reisspezialitäten. Am bekanntesten ist Paella – hier ganz traditionell nach alten Rezepten zubereitet – ursprünglich ein mit Safran versetztes Reisgericht mit Gemüse, Hühner- und Kaninchenstückchen. Die Speisekarte hält noch viele andere Köstlichkeiten bereit wie Ente, die verschiedensten Fischarten oder Meeresfrüchte von Hummer bis Garnelenspießen. Weitere Informationen finden sich hier.

Für jeden Urlauber hat Spanien etwas zu bieten. Es gibt also noch ein großes Potenzial für (Geheim)tipps. Spanien ist einfach immer eine Reise wert!

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Carsten Freund
Carsten Freund
c.freund@raabe.de

… arbeitet in den Redaktionen „RAAbits Geographie“ und „RAAbits Realschule Erdkunde“ im RAABE Fachverlag für die Schule mit und betreut Abdruckrechte-Anfragen des gesamten RAABE-Verlags.

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