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Chlorgeruch, Glaskugeln und Schweineaugen – mein Lehrerdasein am Gymnasium

Wecker Frühes Aufstehen Schule

Chlorgeruch, Glaskugeln und Schweineaugen – mein Lehrerdasein am Gymnasium

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Wecker Frühes Aufstehen Schule

Auch das gehört zum Lehrerberuf: Frühes Aufstehen und morgendliche Hektik.
© Colourbox

Weckerklingeln um 5.30 Uhr, Schlange stehen im Kopierraum und hektische Chemiekaliensuche in der Fachsammlung – wenn ich an meine Zeit als Bio- und Chemielehrerin am Gymnasium zurückdenke, habe ich viele Geräusche und Bilder im Kopf. Und Gerüche. So erinnere ich mich beispielsweise an den 2-wöchigen penetranten Chlorgeruch in meiner Nase, als ich gerade die Unterrichtseinheit „Halogene“ in fünf Parallelklassen durchführte. In dieser Einheit kann man viele schöne Demonstrationsversuche mit reinem Chlorgas zeigen. Der Nachteil in meinem Fall war dabei: Ich musste sie fünf Mal wiederholen!

Eine weitere Stunde musste ich zum Glück nur einmal durchführen: Glaskugeln blasen mit einer 32-köpfigen Klasse kurz vor Weihnachten. Das Bild von 16 Gasbrennern mit rauschender Flamme und doppelt so vielen hochkonzentrierten Schülern werde ich nie vergessen. Es kam bei mir zwar nicht wirklich Weihnachtsstimmung auf, aber das innerliche Verlangen nach Ruhe und Frieden in den Weihnachtsferien allemal.

Ein weiteres „Highlight“ meiner „Schulzeit von der anderen Seite“ bildete wohl das Schweineaugenpraktikum mit meiner 10. Klasse in Bio. Nach anfänglichen Berührungsängsten stand beim Präparieren von Schweineaugen auch den ruhigsten Schülern die Freude ins Gesicht geschrieben. Diese Begeisterung entschädigte dann für einen Moment auch das frühe Aufstehen und den morgendlichen Stress. Jedenfalls fast immer.

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Nora Kistner
Nora Kistner
n.kistner@raabe.de

… ist Redakteurin im Bereich Naturwisschenschaften und betreut die Projekte „RAAbits Realschule Biologie“ und „RAAbits Realschule Chemie“.

5 Kommentare
  • T. Peters
    Gepostet um 09:51h, 05 März

    Wir sind durch Zufall auf Ihren Eintrag gestossen, der uns Erinnerungen ins Gedächtnis und ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat. Einige von uns hatten ähnliche Erlebnisse mit der Präparation von Rinderaugen. Nie werde ich vergessen, wie wir nach Entfernung des Sehnervs durch Auge linsten, um dann durch die Brechung der Linse auf der anderen Seite des Rinderauges die „verkehrte“ Klasse zu sehen… Für weitere Anekdoten und Erinnerungsanstösse wären wir Ihnen sehr dankbar! Herzliche Grüsse aus der Schweiz.

  • Marcel Meder
    Marcel Meder
    Gepostet um 10:39h, 05 März

    Ich kann da leider nichts versprechen, aber vielleicht hat die Kollegin noch ein paar ähnliche… ähem erinnerungswerte Anekdoten auf Lager 😀

    Herzliche Grüße aus Stuttgart

  • Nora Kistner
    Nora Kistner
    Gepostet um 11:12h, 05 März

    Da lässt sich bestimmt was machen! 🙂 Vielen Dank für den netten Kommentar!

  • T. Peters
    Gepostet um 08:56h, 12 März

    Vielen Dank für die netten Antworten!
    Weitere Anekdoten würden uns in der Tat sehr freuen.
    Vielen herzlichen Dank und beste Grüsse aus St. Gallen!

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