Ausgeschlafen in Baden-Württemberg

Ausgeschlafen in Baden-Württemberg

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Baden-Württemberg ist bekanntermaßen das Land der „Käpsele“. Hier ist man fleißig, innovativ und ehrgeizig. Und, was vielleicht weniger bekannt ist, ungeheuer flexibel. Zum Beispiel im Schulwesen. Der Unterricht darf auch mal später anfangen. Natürlich nicht immer. Nur in der WM-Zeit. Und auch nur, wenn Deutschland gespielt hat.

Den Wecker eine Stunde später stellen - die WM macht es in Baden-Württemberg möglich. © Thinkstock/iStock

Den Wecker eine Stunde später stellen – die WM macht es in Baden-Württemberg möglich.
© Thinkstock/iStock

Dennoch beneidet man die Schüler in Baden-Württemberg um ihren Kultusminister Andreas Stoch. Dieser hat den jungen Fußballfans (und ihren Lehrkräften) die Möglichkeit eingeräumt, an Tagen nach späten Deutschland-Spielen auszuschlafen. Volle Flexibilität, um volle Geisteskraft zu ermöglichen also?

Beim Lesen dieser Meldung haben wir auch schon angefangen zu träumen: Die Abende mit Fußball verbringen und morgens ausgeschlafen gegen Mittag im Verlag eintrudeln, das wärs! Wir gehören ja schließlich auch ein wenig zum Bildungssystem.

Betrachtet man die Sachlage aber genauer, fällt auf: Von der Regelung betroffen sind (vorausgesetzt, Deutschland kommt ins Finale) drei Schultage. Drei Schultage, an denen der Unterricht später beginnen darf. Das relativiert die Freiheit dann doch ein wenig. So sind wir in Baden-Württemberg: fleißig, innovativ und ehrgeizig. Und manchmal auch ein wenig flexibel.

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Céline Happold
Céline Happold
c.happold@raabe.de

... ist Redakteurin im RAABE Fachverlag für die Schule und betreut die Werke Geschichte Gymnasium und Realschule.

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