„Auch aus Steinen, die dir in den Weg gelegt werden, kannst du etwas Schönes bauen“

„Auch aus Steinen, die dir in den Weg gelegt werden, kannst du etwas Schönes bauen“

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RAAbits Deutsch/Literatur, Erich Kästner, Fabian. Die Geschichte eines Moralisten

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Kennen Sie Robert Neuner? Oder Melchior Kurtz und Berthold Bürger? Mit Sicherheit! Es handelt sich hierbei um die Pseudonyme eines weltbekannten deutschen Schriftstellers. Der gesuchte Autor wurde am 23. Februar 1899 in Dresden geboren, arbeitete bereits während seines Studiums als Journalist und war nach seiner Promotion als Feuilletonist, Kritiker und Schriftsteller tätig. Bekannt wurde er durch Gedichte wie „Sachliche Romanze“ oder „Jahrgang 1899“, durch die Satire „Fabian. Die Geschichte eines Moralisten“ und vor allem durch seine Kinderbücher, zum Beispiel „Das fliegende Klassenzimmer“, „Emil und die Detektive“ oder „Pünktchen und Anton“. Genau – die Rede ist von Erich Kästner. Er starb vor 40 Jahren, am 29. Juli 1974. Wir nehmen das nächste Woche anstehende Jubiläum zum Anlass, einem der bedeutendsten deutschsprachigen Schriftsteller zu gedenken.

Zurück zu den Pseudonymen – warum versteckte sich Kästner hinter all diesen Namen? Der Grund dafür war der 10. Mai 1933. An diesem Tag, kurz vor Mitternacht, verbrannten Studenten, zu denen sich Josef Goebbels gesellt hatte, auf dem Berliner Opernplatz „undeutsche“ Bücher. Verborgen in der Menschenmenge sah Kästner mit an, wie die meisten seiner Werke den Flammen übergeben wurden – bereits an fünfter Stelle, noch vor Freud und Remarque. Zahlreiche Autoren verließen nach dieser Nacht das Land, viele waren bereits geflohen. Kästner blieb und erhielt ein Publikationsverbot. Er schrieb weiter – unter den genannten Pseudonymen – und veröffentlichte seine Werke im Ausland.

Nach dem Krieg wurde Kästner geehrt, seine Kinder- und Jugendbücher wurden mit Preisen ausgezeichnet und verfilmt. Er arbeitete wieder als Journalist, Autor, Redner und Vorleser. Dennoch sah er sich in der neugegründeten Bundesrepublik auch kritischen Stimmen ausgesetzt, zog sich in den letzten Jahren seines Lebens aus der Öffentlichkeit zurück. Nach seinem Tod wurden die Briefe veröffentlicht, die er zeitlebens an seine Mutter geschrieben hat. Darunter ein Schreiben von 1926, indem er ihr mitteilte: „Wenn ich 30 Jahre bin, will ich, dass man meinen Namen kennt. Bis 35 will ich anerkannt sein. Bis 40 sogar ein bisschen berühmt. Obwohl das Berühmtsein gar nicht so wichtig ist. Aber es steht nun mal auf meinem Programm“. Sein „Programm“ hat Kästner erfüllt!

Nutzen Sie den aktuellen Anlass und behandeln Sie Erich Kästner im Unterricht! In den RAAbits Deutsch/Literatur finden Sie Materialien zu der Satire „Fabian. Die Geschichte eines Moralisten“. In der Unterrichtseinheit analysieren und interpretieren Ihre Schülerinnen und Schüler den Roman, vergleichen ihn mit Gedichten Kästners und ordnen ihn in seinen historischen und literaturgeschichtlichen Kontext ein. Hier können Sie die Einheit bestellen!

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Anika Kizele
Anika Kizele
a.kizele@raabe.de

… betreut die RAAbits Deutsch/Literatur und die RAAbits Realschule Deutsch.

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