Vom literarischen Außenseiter zur Schullektüre – 100 Jahre Arno Schmidt

Vom literarischen Außenseiter zur Schullektüre – 100 Jahre Arno Schmidt

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Der Autor als Fotograf ¬¬- fotografisches Erzählen kennzeichnet das gesamte Frühwerk Arno Schmidts. Foto: Wilhelm Michels

Der Autor als Fotograf – fotografisches Erzählen kennzeichnet das gesamte Frühwerk Arno Schmidts. Foto: Wilhelm Michels

Arno Schmidt lebte zurückgezogen, galt als arroganter Eigenbrötler und seltsamer Kauz. In der Abgeschiedenheit der Lüneburger Heide füllte er seine Zettelkästen und schuf in den 1950er- bis 1970er-Jahren ein umfangreiches Werk. Er scherte sich nicht um den Literaturbetrieb und hatte kaum ein freundliches Wort für seine Leser übrig. Geschätzt (ja geradezu kultisch verehrt) wurden seine Texte zunächst nur von einem eingeschworenen Kreis literarischer Enthusiasten.

Heute, da Arno Schmidt 100 Jahre alt geworden wäre, ist der Einzelgänger und Außenseiter jedoch längst als einer der bedeutendsten Autoren der Nachkriegsliteratur anerkannt. Den Weg in den Deutschunterricht haben seine originellen, experimentierfreudigen Texte voller Sprachwitz bislang gleichwohl selten gefunden. Zu Unrecht, wie ich meine: Denn gerade Schmidts spielerischer Umgang mit Sprache eignet sich hervorragend, um Schüler für Literatur zu begeistern!

In diesen Tagen ist Arno Schmidt in aller Munde: Die großen Tages- und Wochenzeitungen porträtieren den Dichter zu seinem 100. Geburtstag – und der Sender „ARTE“ produzierte eine sehenswerte Dokumentation. Warum also nicht aus aktuellem Anlass eine Erzählung Schmidts im Unterricht lesen? Die RAAbits-Redaktion empfiehlt „Schwarze Spiegel“ als Einstieg in das Werk Arno Schmidts – und bietet passende Materialien für die Oberstufe!

Hier können Sie die RAAbits-Unterrichtsreihe zu Arno Schmidts Erzählung „Schwarze Spiegel“ bestellen:

Auf folgenden Seiten finden Sie aktuelle Informationen zum 100. Geburtstag Arno Schmidts:

  • Das Film-Porträt „Mein Herz gehört dem Kopf“ wurde auf Arte am 15. Januar 2014 erstmals ausgestrahlt. Die 60-minütige Sendung wird am 2. Februar 2014 wiederholt und kann auch im Internet angeschaut werden.
  • Für die Internetausgabe der „Welt“ berichtet der Schriftsteller Thomas von Steinaecker (Jahrgang 1977) über seine anfängliche Enttäuschung und seine spätere Begeisterung über die Texte Arno Schmidts.
  • In der Online-Ausgabe Berliner Zeitung würdigt Martin Halter den Dichter Arno Schmidt und stellt aktuelle Neuerscheinungen anlässlich des runden Geburtstags vor.
  • Auf den Seiten der Arno-Schmidt-Stiftung in Bargfeld, die den Nachlass Arno Schmidts verwaltet, sind Lesungen und andere Veranstaltungen anlässlich des 100. Geburtstags zusammengestellt.
  • In der Wochenzeitung „Die Zeit“ veröffentlichte Ulrich Rüdenauer zu Schmidts 100. Geburtstag unter dem Titel „Flachland und Nachschlagewerke!“ eine „Hommage als Zettelkasten“.
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Gerrit Leerhoff
g.leerhoff@raabe.de

Redakteur im RAABE Fachverlag für die Schule

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