April, April … Ach nein, zu spät! – Über die „Väter“ der Streiche

Wilhelm Busch Max und Moritz Lausbuben 1865 April

April, April … Ach nein, zu spät! – Über die „Väter“ der Streiche

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Heute vor 150 Jahren erschien die Erstausgabe von Wilhelm Buschs „Max und Moritz“

Ach, was muß man oft von bösen Kindern hören oder lesen! Wie zum Beispiel hier von diesen, welche Max und Moritz hießen. ©  CC0 1.0

Ach, was muß man oft von bösen
Kindern hören oder lesen!
Wie zum Beispiel hier von diesen,
welche Max und Moritz hießen.
© CC0 1.0

Wurden Sie vor drei Tagen in den April geschickt? Zum Beispiel von Ihren Schülern? Nicht nur diese spielen vermutlich gerne Streiche, die wohl bekanntesten wurden von Max und Moritz ausgeheckt. Oder war der Autor selbst der größere „Streiche-Macher“? Wilhelm Busch soll mit etwa zehn Jahren dem „Dorftrottel“ die Pfeife mit Kuhhaar gestopft haben, woraufhin er von seinem Onkel eine Tracht Prügel bezog.

 

Heute vor 150 Jahren – am 4. April 1865 – erschien die Erstausgabe von Wilhelm Buschs Kinderbuch-Klassiker. Der erste Versuch, die sieben Streiche verlegen zu lassen, scheiterte. Doch der Verleger Caspar Braun aus München bewies den richtigen Riecher: Er hatte bereits zuvor in seiner satirischen Wochenzeitschrift „Die Fliegenden Blätter“ einige Bildergeschichten von Busch veröffentlicht, machte aus „Max und Moritz“ aber ein Buch. Der anfänglich schleppende Verkauf verbesserte sich ab der zweiten Auflage 1868 und als Busch 1908 starb, gab es bereits die 56. Auflage und etwa eine halbe Million verkaufte Exemplare. Und Braun hatte nur 1.000 Gulden für „Max und Moritz“ gezahlt; für den unerfahrenen Autor sicher eine stattliche Summe, damit gingen aber auch sämtliche Rechte an den Verleger.

Auch heutzutage erinnern sich Kinder noch an die „Lausbuben“, gleichwohl eher aus dem elterlichen Bücherregal: „Das sind doch die beiden, die der alten Witwe die Hühner gestohlen und die Brücke durchgesägt haben.“

Und so sind Zeilen wie „Dieses war der erste Streich, / doch der zweite folgt sogleich.“ und „Aber wehe, wehe, wehe! / Wenn ich auf das Ende sehe!“ nicht nur uns ein Begriff. Auch lautmalerische Aussprüche wie „schwuppdiwupp“, „kritze kratze“ und „knusper knasper“ muten fast modern an, wenn man an die Sprache von Comics denkt. Auch die Streiche kombinieren Wort und Bild – quasi als Vorreiter des Comics!

Neben dem „Struwwelpeter“ gehört „Max und Moritz“ zu den bekanntesten Werken der deutschen Kinderliteratur. Die Verse wurden in zahlreiche Sprachen und Dialekte übersetzt; es gibt etwa 300 Übersetzungen – darunter auch mehrere ins Lateinische und eine altgriechische Version.

Und eine der lateinischen Versionen finden Sie bei uns! Mit unseren beiden Einheiten
O Maxum et Mauritium amicos malignos et maleficos! erklingen aber nicht nur lateinische Verse im Klassenzimmer, ganz nebenbei werden auch noch wichtige Grammatikthemen wie z. B. der AcI, verschiedene Tempora und der Ablativus absolutus wiederholt.

Pünktlich zum Jahrestag erhalten Sie beide Unterrichtseinheiten in einem Paket zum günstigen Schnäppchen-Preis!

Dann kann es ja losgehen – hier geht’s zum Max-und-Moritz-Paket!

Max und Moritz

© CC0 1.0

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Ina Koslowski
Ina Koslowski
i.koslowski@raabe.de

… betreut im RAABE Fachverlag für die Schule die Projekte RAAbits Latein und RAAbits Realschule Religion.

2 Comments
  • Tobias Dietzsch
    Posted at 09:38h, 07 April

    Ist W. Busch auch ein Vorläufer der heutigen Rap-Künstler? Für mich hört sich das schon danach an! Zum Beispiel: Max und Moritz, gar nicht träge,sägen heimlich mit der Säge, ritzeratze! voller Tücke, in die Brücke eine Lücke. Das lässt sich doch prima rappen …

  • Ina Koslowski
    Ina Koslowski
    Posted at 09:44h, 07 April

    Auf alle Fälle! In dem erwähnten Beitrag gibt es auch Material zum Singen, aber die Schüler möchten wahrscheinlich lieber rappen. Das ist doch mal ein guter zusätzlicher Tipp! 😀

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