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Punktlandung – oder: Raabe macht’s möglich!

Punktlandung – oder: Raabe macht’s möglich!

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Lebensnah sollen Unterrichtsmaterialien sein und den Schülerinnen und Schülern helfen, sich in ihrer Umwelt zu orientieren. Die Abdruckrechte an den Materialien aber müssen vor der Drucklegung mit dem jeweiligen Rechteinhaber geklärt werden und das ist bisweilen nicht immer einfach – Beispiel: Kant.

Um den Unterschied zwischen dem „Kategorischen Imperativ“ und der „Goldenen Regel“ zu verdeutlichen, wählte die pfiffige Autorin das Werbeplakat eines bekannten Autoherstellers. Eine freundlich lächelnde Serviceassistentin bekundetet dort, sie habe eine ganz einfache Regel für ihre Arbeit: alle Kunden so zu behandeln, wie sie selbst gerne behandelt werden wolle. Kant oder nicht Kant? – Das war hier die Frage.

Vorlage von © colourbox

Lange hüllte sich der um die Abdruckrechte gebetene Autohersteller in Schweigen, bevor er uns auf die Werbeagentur verwies, welche das Plakat erstellt hatte. Diese versprach nun schnell Abhilfe zu schaffen. Es müsse ja nur die auf dem Plakat abgebildete Serviceassistentin gefunden und um ihre Zustimmung zur Veröffentlichung gebeten werden. Die aber hatte ihren Arbeitgeber derweil gewechselt und war so schnell nicht aufzutreiben. In einem Internet-Forum für Arztbewertungen fand eine unermüdlich forschende Redakteurin sie schließlich und leitete die dort hinterlassene E-Mail-Adresse an die Rechteabteilung weiter.

Noch am selben Abend meldete sich die Dame, gab ihre Zustimmung und bat auch ihren ehemaligen Arbeitgeber, dasselbe zu tun. Um 9.32 Uhr des nachfolgenden Tages gab die Werbeagentur „grünes Licht“ – zweieinhalb Stunden vor Druckfreigabe. Nun müssten nur noch die Daten gesucht und übermittelt werden.

Das aber war der zuständigen Redakteurin längst zu heikel geworden. Noch am Abend zuvor hatte sie ihre beste Grafikerin beauftragt, ein alternatives „Werbeplakat“ zu entwerfen, mit einem rechtefreien Bild und dem fraglichen „Kantzitat“. Die Daten wurden ausgetauscht und pünktlich für den Druck freigegeben. Um 13.30 Uhr erreichten die Druckvorlagen der Werbeagentur die Redaktion – da war es leider schon zu spät.

„Wir von Raabe machen’s möglich“ und sind stolz Ihnen heute, am 5. März, den lang ersehnten Ethik-Beitrag zum „Kategorischen Imperativ“ ausliefern zu können – methodisch innovativ und – wie gewohnt – nah an der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler. Viel Spaß damit!

Lesen Sie auch unseren ersten Beitrag über die spannende Aufgabe, Fremdrechte einzuholen: „Verlagsarbeit in den Fußstapfen von Sherlock Holmes„.

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Claudia Hagemann
Claudia Hagemann
c.hagemann@raabe.de

… ist Redakteurin im RAABE Fachverlag für die Schule und betreut die Projekte „RAAbits Ethik/Philosophie“ und „RAAbits Religion“.

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