“Geteilte Ansichten” – ein Lesetipp zum 3. Oktober

Interviewbuch Geteilte Ansichten Lesetipp Interviews Zeitzeugen Pierre Baigorry Peter Fox Hanna Schygulla Sten Nadolny Marianne Birthler 2016 Deutsch-Französischer Jugendbuchpreis Ueberreuter Verlag Berlin

Das Interviewbuch „Geteilte Ansichten“ versammelt Interviews mit prominenten Zeitzeugen wie Pierre Baigorry (Peter Fox), Hanna Schygulla, Sten Nadolny und Marianne Birthler. Das Buch wurde 2016 mit dem Deutsch-Französischen Jugendbuchpreis ausgezeichnet.
© Ueberreuter Verlag, Berlin

Am kommenden Montag ist Feiertag: der „Tag der deutschen Einheit“. Schülerinnen und Schülern ist jedoch oft nicht (mehr) bewusst, dass Deutschland von 1961 bis 1989/90 geteilt war und was das konkret für die Menschen in Ost und West bedeutete. Warum wurde 1961 eine Mauer durch Berlin gebaut? Und wer oder was war die “Stasi”? Während die älteren Generationen noch persönliche Erinnerungen an Ost- und Westdeutschland, an Mauerfall und Wiedervereinigung haben, sind Begriffe wie “Transit”, “Intershop” und “Zone” für junge Menschen nur schwer einzuordnen. Wer errichtete die Mauer und warum? Wie lebte es sich in der DDR? Und was dachten die Menschen in Ost und West übereinander?

Where’s Wally, Mr Handford?

Waldo Wally Walter Martin Handford Wimmelbild

http://waldo.wikia.com/wiki/Waldo

Der britische Kinderbuchautor und Illustrator Martin Handford feiert heute seinen 60. Geburtstag. Geboren wurde er am 27. September 1956 im Londoner Stadtteil Hampstead. „Where’s Wally?“ oder auf Deutsch „Wo ist Walter?“ lautet die zentrale Frage in den Wimmelbildbüchern, mit denen Handford weltweite Bekanntheit erlangte. Ob Wally, Walter, Waldo (so heißt er in Nordamerika), immer geht es in den ab 1987 erschienenen Bildbänden darum, den Protagonisten mit seiner rot-weiß gestreiften Pudelmütze irgendwo auf dem Bild zu finden. In Handfords Wally-Grafiken wimmelt und wuselt es so schön, dass auch viele Erwachsene daran ihre Freude haben.

Es wimmelt auch bei RAAbits DaZ …

Die Idee des Wimmelbildes haben wir bei RAAbits DaZ aufgegriffen. Es gehört als festes Element zu fast allen Beiträgen. Denn mit den Fans von Walter teilen wir die Freude am Entdecken: Was passiert alles auf dem Bild? Wer macht was? Wimmelbilder wecken die Neugier der DaZ-Schülerinnen und -Schüler, regen zum Sprechen an und bieten eine gute Gelegenheit, schon bekannte Vokabeln zu verwenden und unbekanntes Vokabular zu erfragen.

Kaspar Hauser auf der Leinwand – schräge Filme im Unterricht

Kaspar Hauser Nürnberg Film Werner Herzog 1974 Filmanalyse

Kaspar Hauser auf dem Unschlittplatz in Nürnberg. Szenenbild aus dem Film von Werner Herzog (1974).

Filmanalyse im Deutschunterricht: Das ist heute selbstverständlich. Seit sich ein erweiterter Textbegriff in der Didaktik durchgesetzt hat, ist unstrittig: Spielfilme sind fiktionale Texte, die mit spezifischen ästhetischen Mitteln arbeiten und die man, um sie zu verstehen – genau wie Werke der Literatur – auf ihre Motiv- und Erzählstruktur hin untersuchen muss.

Doch anhand welcher Filme können Schülerinnen und Schüler das nötige Handwerkszeug erwerben? Welche Produktionen eignen sich für den Einsatz im Unterricht?

Konventionell oder abgefahren – welcher Film passt in meinen Unterricht?

Bei der Film-Auswahl für die Schule gibt es drei Möglichkeiten. Die erste: Sie entscheiden sich für eine Literaturverfilmung. Damit sind Sie auf der sicheren Seite: Roman und Film vergleichen, literarische und filmische Stilmittel gegenüberstellen, Unterschiede in Rezeptionsweise und Wirkung herausarbeiten – für den Vergleich von literarischer Vorlage und Verfilmung gibt es viele bewährte Methoden. Material steht auch reichlich zur Verfügung: In den RAAbits zum Beispiel zu „Homo faber“ (Roman und Film) oder zu „Dracula“ (Roman, Film und Comic).

DaZugelernt – Wie die Gurke nach Deutschland kam

Ein neuer Beitrag in der Reihe: DaZugelernt

Sprachen beeinflussen sich untereinander, viele Sprachen integrieren Wörter aus anderen Sprachen und bilden daraus oft ein neues, eigenes Wort. In unserer Reihe thematisieren wir die unterschiedlichsten (Sprach-)Herkunftsländer und stellen zahlreiche auffällige wie unauffällige Lehnwörter im Deutschen vor.

DaZugelernt DaZ Raabe Verlag Lehnwort Gurke

Wussten Sie, dass das Wort Gurke aus dem Polnischen abgeleitet ist?

Das Altpolnische ogurek war um 1500 das sprachliche Vorbild der deutschen Gurke. Der Ursprung dafür ist wiederum im Mittelgriechischen zu finden: ἄωρος (áōros) bedeutete „unreif“, wurde über άγουρος (águros) „grün“ zum Substantiv αγγούριον (angoúrion), womit bereits die uns bekannte Gurke bezeichnet wurde.