Esel gegen Elefant – die US-Präsidentschaftswahl 2016

Am 8. November wird in den USA ein neuer Präsident gewählt: Dann heißt es: Demokraten gegen Republikaner, Clinton gegen Trump oder auch Esel gegen Elefant – doch was genau haben ein Esel und ein Elefant mit der Präsidentschaftswahl zu tun?

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Ein Blick zurück ins 19. Jahrhundert liefert darauf Antworten: Beide Tiere gehen auf den deutsch-amerikanischen Karikaturisten Thomas Nast zurück, der als Begründer des amerikanischen politischen Cartoons gilt. Nast erfand 1870 den Elefant als Symbol für die konservativen Republikaner, um diese als rückständig zu verspotten. Die Republikaner jedoch sahen in dem Tier seine guten Eigenschaften (Würde, Stärke, Intelligenz, gutes Gedächtnis) und machten ihn zum Glücksbringer ihrer Partei.

Eine ähnliche Geschichte hat auch der demokratische Esel, der bereits 1828 in Karikaturen auftauchte. Damals bezeichneten politische Gegner den demokratischen Präsidentschaftskandidaten Andrew Jackson als Esel. Dieser jedoch dachte sich: „Angriff ist die beste Verteidigung“, drehte den Spieß um und machte das willensstarke Tier zum Symbol seiner Wahlkampagne. Jackson gewann und wurde zum neuen Präsidenten der USA gewählt. 1870 griff Nast den Esel in seinen Karikaturen wieder auf und machte ihn so zum Maskottchen der Demokraten. Bis heute gilt deshalb der Esel als Parteisymbol der Demokraten und der Elefant als Symbol der Republikaner.

Mit Anzug und Krawatte – Historische olympische Sportarten

Seit vergangenem Freitag treten wieder Athleten aus insgesamt 206 Nationen (inklusive des Kosovo und des Südsudan) gegeneinander an und ringen in mittlerweile 28 verschiedenen Disziplinen in insgesamt 306 Wettbewerben um olympisches Gold. Das ist eine ganze Menge, wenn man bedenkt, dass es bei den ersten olympischen Spielen der Neuzeit 1896 nur neun Sportarten gab, in denen gerade einmal 43 Wettbewerbe ausgetragen wurden.

Das bedeutet jedoch nicht, dass nur immer mehr Sportarten dazugekommen sind. Einige, die früher zum festen Repertoire gehörten, sind zwischenzeitlich wieder aus dem Kanon der Olympischen Spiele verschwunden. Nur wenige schafften den Wiedereinzug, wie beispielsweise Golf, das nach den Spielen von 1904 keine olympische Sportart mehr war und erst seit Rio wieder in den erlauchten Kreis aufgenommen wurde (ähnlich wie Rugby, das vor 2016 seinen letzten Auftritt im Jahr 1924 hatte).

Doch werfen wir einmal einen Blick auf die weit interessanteren Disziplinen, denen einst olympische Ehre zuteilwurde.

9. August – Internationaler Tag der indigenen Bevölkerungsgruppen der Welt

Rama an der Karibikküste Nicaraguas

Seit Generationen lebten die Rama an den Ufern der Karibikküste und vorgelagerten Inseln im heutigen Südosten von Nicaragua traditionell in hölzernen Stelzenhäusern vom Fischfang. Nun muss das auf noch 1300 Menschen geschrumpfte Volk einen weiteren Teil seines angestammten Lebensraums verlassen. Auf einem Teil ihres Territoriums soll der Nicaragua-Kanal als Konkurrenz zum Panama-Kanal entstehen. Der Verlust des Lebensraums und die Vorbereitungen für den Kanalbau lässt es als äußerst fraglich erscheinen, ob die dort lebenden Rama ihre althergebrachte Lebensweise weiter führen können. Dies geht einher mit dem Verlust der einheimischen Sprache, den Gebräuchen und den Traditionen des Volkes. Gefragt wurden die direkt betroffenen dort lebenden Rama nicht, ob sie den Kanal wollten. Die nicaraguanische Regierung hat sich mit dem Regierungspräsidenten der indigenen Region und Vertretern des Kanalbauunternehmens vertraglich geeinigt.

DaZugelernt – Wie Joghurt nach Deutschland kam

Ein neuer Beitrag in der Reihe: DaZugelernt

Sprachen beeinflussen sich untereinander, viele Sprachen integrieren Wörter aus anderen Sprachen und bilden daraus oft ein neues, eigenes Wort. In unserer Reihe thematisieren wir die unterschiedlichsten (Sprach-)Herkunftsländer und finden zahlreiche auffällige wie unauffällige Lehnwörter im Deutschen.

Wussten Sie, dass das Wort Joghurt ursprünglich aus dem Türkischen kommt?

Genauer vom türkischen Wort „yoğurt“. Das bedeutet „gegorene Milch“ und bezieht sich somit auf die Herstellung des Joghurts. Die „Erfindung“ des Joghurts kann heute nicht mehr genau rekonstruiert werden, aber Belege über dessen Existenz reichen bis ins 7. Jahrhundert zurück. Seither steigen die weltweite Beliebtheit und somit die Verbreitung des Nahrungsmittels, das so verträglich wie wohltuend sein und sogar die Abwehrkräfte stärken soll.

Das Besondere ist, dass sich auch der Sprachursprung ohne große Veränderung in weite Teile der Welt und in den unterschiedlichsten Sprachfamilien verbreitet hat, der Joghurt ist mittlerweile international: