Unsere Lektüreempfehlung für Weihnachten – Raquel Palacio „Wunder“

Sie sind auf der Suche nach einer geeigneten Weihnachtslektüre? Einem Buch, das sich gewinnbringend im Unterricht einsetzen lässt und sich zudem mit einem aktuellen Thema befasst? Dann empfehlen wir „Wunder“ von Raquel Palacio.

Normal ist allein die Tatsache, dass jeder verschieden ist

Nicht alle Menschen sind gleich. Und das ist auch gut so. August zum Beispiel ist schlagfertig, witzig und sensibel. Ein ’normales‘ Kind ist er dennoch nicht, denn sein Gesicht ist entstellt. Aufgrund zahlreicher Operationen war er bisher nie auf einer öffentlichen Schule. Doch das soll nach den Sommerferien anders werden. August wird in die fünfte Klasse der Bezirksschule gehen. Und davor hat er Angst. Angst, angestarrt und ausgegrenzt zu werden.

Doch August wäre nicht August, würde er diese Herausforderung nicht mit Bravour meistern. Am Ende des Schuljahres gewinnt er die Beecher-Prep-Medaille. Er wird ausgezeichnet für seinen Mut und seine Tapferkeit, mit denen er die Herzen seiner Lehrer und Mitschüler eroberte.

Kinder Inklusion Raquel Palacio Wunder

Normal ist allein die Tatsache, dass jeder verschieden ist.

Die Idee zum Buch kam Raquel Palacio 2007. Zusammen mit ihren beiden Söhnen begegnete sie auf einem Ausflug einem Mädchen mit Gesichtsanomalien. Sie sah sich und ihre beiden Kinder mit der eigenen Hilflosigkeit konfrontiert. Die Frage, wie in dieser Situation angemessen zu reagieren gewesen sei, beschäftigte sie lange über das Erlebte hinaus.

Adventsgewinnspiel die Zweite − erfolgreich Schule leiten!

Heute ist es schon so weit, der Advent hat Halbzeit! Langsam aber sicher sollten die Weihnachtsdeko in der Wohnung verteilt, Kekse gebacken und Wunschlisten eingesammelt sein. Ganz schön viel zu tun für die geruhsame Zeit! Zum Glück müssen Sie nicht alles alleine erledigen − Sie haben ja Ihr Familienteam.

Im Team stark zu sein und selbst die stressigsten Situationen zu bewältigen, ist auch für Ihr Schulleitungsteam essentiell. Doch welche Rolle spielen Sie hier?

Alphabetisierung mit Links

Linkshänder haben es oft schwerer, in einer Welt, die für Rechtshänder gemacht ist – sie haben zum Beispiel Schwierigkeiten beim Schreiben mit einem Füller, der für die rechte Hand ausgelegt ist, und wenn sie den Dreh beim Schreiben doch raushaben, verwischen sie mit der linken Hand das soeben Geschriebene.

Aber haben dann nicht Linkshänder, die ein von rechts nach links verlaufendes Schriftsystem beherrschen, wie bei der arabischen oder hebräischen Sprache, einen umso größeren Vorteil? Und wirkt sich dieser Vorteil sogar auf den Bevölkerungsanteil von Linkshändern aus, weil viele die linke Hand zum Schreiben „trainieren“? Fand oder findet die hierzulande lange praktizierte „Umerziehung“ dort sogar in die andere Richtung, also auf Linkshändigkeit statt?

Gibt es in Schriftsystemen, die von rechts nach links verlaufen, mehr Linkshänder?

Die Antwort ist einfach: Nein. Denn die Händigkeit ist genetisch bedingt, also angeboren.

Alphabetisierung Linkshänder Schreiben

Alphabetisierung besser mit links oder mit rechts? © www.colourbox.de

Jedes Kind stellt für sich schon früh und unbewusst, also vor der Alphabetisierung, eine stärkere Hand fest – beim Malen, Basteln oder auch beim Zähneputzen. Diese Präferenz kommt dann meist erst beim Schreiben ganz deutlich zum Ausdruck.

Doch in Zusammenhang mit dem Schriftsystem der Muttersprache steht dies nicht. So wie sich in der lateinischen Schrift sogar die lange ausgeübte „Umerziehung“ nicht durchsetzen konnte, der Anteil der Rechtshänder also nicht gestiegen ist, so ist auch keine Mehrheit von Linkshändern im arabischen Raum zu verzeichnen.

Linkshänder sein ist heute kein Problem mehr

Linkshänder Anna Wittnebel Raabe-Verlag RAAbits Mathematik RAAbits Physik

Ich male – wie 10 bis 15 % der Kinder – mit der linken Hand. Foto: Rosemarie Wittnebel

Es gibt Sportarten, bei denen Linkshänder den Rechtshändern überlegen sind, beispielsweise Tennis, Tischtennis, Badminton, Fechten, Baseball und Cricket. Das erklärt teilweise, dass ich im Tischtennis häufig gegen meinen Bruder Sebastian gewonnen habe. Dagegen hat er mit der rechten Hand den Schlagball immer viel weiter geworfen als ich und alle anderen Klassenkameraden auch. Das Sticken im Handarbeitsunterricht der Grundschule habe ich nie begriffen. Die Lehrerin, die Rechtshänderin war, erklärte die Stichfolge an einem Netz mit großen Maschen – mit der rechten Hand. Ich habe versucht, alle Schritte zu spiegeln, vergeblich. Zum Glück konnte mir meine Freundin Stephanie beim Sticken und Nähen helfen. Ich erledigte für sie im Gegenzug die Mathe-Hausaufgaben. Einen speziellen Füller habe ich auch. Mit dem Rechtshänder-Füller verwischte ich beim Schreiben immer die Schrift. Die Computer-Maus kann ich mit der rechten Hand bedienen. Und auch Scheren halte ich in der rechten Hand. Aber ansonsten ist meine rechte Hand recht ungeschickt. Ich kann mir mit der rechten Hand nicht die Zähne putzen, mich nicht kämmen, keine Kartoffeln schälen, keine Ravioli-Dosen öffnen und in einem chinesischen Lokal auch nicht mit Stäbchen essen. Auch Türen öffne ich mit der linken Hand. Trotzdem ist die Tatsache, dass ich Linkshänderin bin, für mich kein Problem.